Flavonoide

Als Flavonoide werden die in Pflanzen enthaltenen Farbstoffe bezeichnet. Es handelt sich um die wasserlöslichen Farbstoffe von Gemüse, Obst (zB das Gelb und Orange bei Zitrusfrüchten), Getreide, Blättern und Rinden. Sie gehören zur Obergruppe der sekundären Pflanzenstoffe.

Alle Arten von Flavonoiden haben eine gemeinsame Grundstruktur, besitzen aber auch unterschiedliche Eigenschaften und Fähigkeiten. Den Flavonoiden wird eine hohe antioxidative Wirkung zugeschrieben, die jene von Vitamin C und E sogar um ein Vielfaches übertreffen kann. Die biologisch aktiven antioxidativen Flavonoide heißen Bioflavonoide (früher auch Vitamin P).

Die verschiedenen Bioflavonoide üben zahlreiche Funktionen im Körper aus. Wichtige Vertreter sind die Citrus-Bioflavonoide Quercetin, Hesperidin, Rutin und Naringin, die synergistisch mit Vitamin C wirken und es vor Oxidation schützen, somit also starke Antioxidantien sind. Außerdem wichtig sind Catechin, Epicatechingallate, Silymarin (besteht aus 3 Bioflavonoiden) sowie die Isoflavonoide Genistein, Daidzein und Glycitein und die Gruppe der Anthocyane.

Obwohl Bioflavonoide in der Natur reichlich vorkommen, stellen sie üblicherweise keine wesentlichen Bestandteile unserer Ernährung dar, da sie zu jenem Teil der Lebensmittel gehören, den wir häufig wegwerfen, nämlich Rinden, Schalen, Kerne und Samen. Auch Obst enthält diese Verbindungen oft nicht. Sie befinden sich in der reifen Frucht - das heute angebotene Obst wird aber fast immer vor der Reife gepflückt.
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