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Die Entdeckung von Vitamin C

Eine Geschichte von Matrosen und Meerschweinchen

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Abenteuerliche Zeiten waren das, als Seefahrer die Weltmeere durchkreuzten, ohne zu wissen, was sie an tausende Meilen entfernten Ufern erwarten würde.

Aber wer monatelang bei Pökelfleisch, Schiffszwieback und fauligem Wasser an Bord ausharrt, den kann so leicht nichts erschüttern. Nur einen Feind haben auch die mutigsten Matrosen mehr gefürchtet als jedes Seeungeheuer: Skorbut.

Das Mysterium der Seefahrerkrankheit

Ganze Besatzungen hat die schleichende Bedrohung dahingerafft, doch die Suche nach dem „Warum“ war über Jahrhunderte von Irrwegen und verpassten Chancen bestimmt. Denn auch wenn es aus heutiger Sicht und mit Blick auf den doch sehr einseitigen Speiseplan kurios erscheinen mag: Dass das Fehlen einer lebensnotwendigen Substanz der Schlüssel zum Rätsel sein könnte, war in etwa so phantastisch wie eine Reise zum Mond. Selbst als der Schiffsarzt James Lind Mitte des 18. Jahrhunderts die heilende Wirkung von Zitrusfrüchten belegte, hielt sich hartnäckig die Mär von mangelnder Hygiene, Vergiftungen und Seuchen. Es fehlte eben nicht nur an Vitamin C, sondern auch an moderner Analytik.

Vitamin C und das Meerschweinchen

Die entscheidende Wendung in der Geschichte brachte 1907 wie so oft der Zufall. Und zwar in Form eines kleinen, flauschigen Vierbeiners: Das Meerschweinchen, das seit der Erkundung Amerikas neben Pflanzen und Gewürzen häufig im Gepäck der Seefahrer landete, lockte Wissenschaftler endlich auf die richtige Fährte. Denn anders als die meisten Lebewesen ist es ebenso wie der Mensch nicht in der Lage, Vitamin C selbst herzustellen. Nur mit ausreichend Grünzeug und frischem Gemüse, so zeigten die bahnbrechenden Untersuchungen der norwegischen Ärzte Axel Holst und Theodor FrØlich, bleibt das Meerschweinchen quiekfidel. Der sogenannte Anti-Skorbut-Faktor steckte in der knackigen Kost des niedlichen Nagers – der Siegeszug des wohl berühmtesten Vitamins stand kurz bevor. Erst in den 1920er-Jahren gelang es Biochemikern und Medizinern, allen voran Albert von Szent-Györgyi Nagyrápolt und Sylvester Zilva, die Ascorbinsäure (= Vitamin C) zu identifizieren und zu isolieren. Bis dahin konnten noch unzählige Meerschweinchen in Ruhe ihr Futter knabbern, ohne dass ihre Besitzer auch nur den Hauch einer Ahnung von dem wertvollen Inhaltsstoff hatten.

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