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"Man muss Olympia als Bonus sehen"

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Pure Athlet Alex Payer erzählt von seinen Erfahrungen bei den Olympischen Winterspielen 2018 in Pyeongchang, wo er im Snowboard-Parallel-Riesenslalom angetreten ist.

Wie hast du dich gefühlt, als du erfahren hast, dass du dich für die Olympischen Spiele qualifiziert hast?

Die Qualifikation für die Olympischen Spiele ist immer der härteste Teil. Einerseits wartest du vier Jahre darauf, andererseits ist es dann auch wieder nur ein Rennen. Das Qualifizieren ist eine extreme Drucksituation. Vor allem in Österreich, wo es viele gute Snowboarder gibt. Normalerweise sind wir eine große Familie, aber in diesen Qualifikations-Saisonen ist es etwas mühsam. Da merkt man, je näher es zum Finalrennen hingeht, umso größer wird der teaminterne Druck. Jeder tritt für sich selbst an. Auch mein Zimmerkollege ist gegen mich gefahren und mit ihm war ich in den letzten vier Jahren öfter im Zimmer als mit meiner Freundin. Aber da musst du durch, das hilft nichts. Wenn die Qualifikation überstanden ist, wird es wieder entspannter.

Wie bist du mit dem Druck umgegangen, bei der Qualifikation gut abzuschneiden? 

Das Wesentliche ist, nur an ein Rennen nach dem anderen zu denken. Allerdings bleibt im Hinterkopf der Gedanke:  Heuer steht mehr auf dem Spiel. Es ist für mich wichtig, nur an das Rennen zu denken, bei dem ich gerade mitfahre. Es gelingt natürlich oft nicht. Im Vorfeld zu jedem Wettbewerb denkt man dann doch daran, dass es um die Olympischen Spiele geht. Im entscheidenden Fall, wenn du an den Start gehst, darfst du das aber nicht im Kopf haben, sonst wird es stressig. Das Problem dabei ist, es gibt immer einen „Lucky Shot“ gleich beim ersten Rennen. Dann ist ein Platz von vieren schon weg. In diesem Jahr hatte ich einen solchen Glückstreffer. Damit war der größte Druck weg.

Mit welchen Zielen bist du zu Olympia gefahren?

Du gehst immer mit dem Ziel hin, dass du eine Medaille gewinnst. Ohne dieses Ziel musst du gar nicht starten, weil das nichts wird. Damit es auch für eine Medaille reicht, spielen viele Faktoren mit, auch ein bisschen Glück, den richtigen Lauf zur rechten Zeit zu haben. Wenn ich nicht mit dem Ziel hinginge, dass ich um eine Medaille mitfahre, würde ich gleich ausschlafen. Bei Olympia bringt das sonst nichts. Ob du Vierter oder Vierzigster wirst ist komplett egal. Du kannst für dich selbst zufrieden sein, aber nach außen hin zählen in erster Linie die Medaillen.

"Wenn du immer wartest und beobachtest, setzt du dich zu sehr unter Druck."

Alex Payer

Während den Wettkämpfen in Südkorea wurde häufig über die Schneebedingungen gesprochen. Hattest du spezielle Ausrüstung dabei?

Spezielle Ausrüstung an sich nicht. Es war das gleiche Board, aber im Board sind viele Änderungen an Kanten, Material, Bindung- und Schuheinstellungen möglich. In Korea wechseln die Bedingungen so schnell, weil das Gebiet relativ nah am Meer ist. Wenn es in der Früh -18 Grad hat, kann die Temperatur am Nachmittag bei +3 Grad liegen. Das geht extrem schnell und daran muss man sich als Europäer gewöhnen. Obwohl es dort so kalt ist gibt es nie Naturschnee, nur Kunstschneeproduktion. Es braucht ein bisschen Zeit, um sich an diese zu gewöhnen.

Vor dem Parallel-Riesenslalom, als du oben beim Start gestanden bist, was hast du dir da gedacht?

Ich denke mir jedes Mal: Verdammt, der Starter vor mir ist so gut gefahren, das geht sich nie aus, dass ich noch schneller bin. Man kann nicht so viel besser fahren. Komischerweise geht es sich dann doch meistens irgendwie aus, oder zumindest sehr oft. Ich schaue auch oft zu, vor allem bei den Mädels, weil sie direkt vor uns fahren. Dann kommen die Herren, da gibt es die Möglichkeiten zu sehen, wie sich die Piste entwickelt hat. Meistens schaue ich dem ersten Herrn zu. Aber dann ziehe ich mich zurück. Ich brauche die Zeit, um mich darauf zu konzentrieren, was ich zu tun haben. Wenn du immer wartest und beobachtest, setzt du dich zu sehr unter Druck. Da brauchst du schon Zeit für dich, ein paar Minuten direkt vor dem Start.

Alexander Payer

© Sebastian Kislinger

Was war für dich der entscheidende Moment, als du dein Rennen gefahren bist?

Der eigentlich entscheidende Moment ist, wenn die Klappe aufgeht und das Startsignal kommt. Ab dann fährst du Snowboard, alles andere ist dann weg. Wenn du dann noch denkst, sobald du da hinausfährst, kannst du dich schon abschwingen. Dann geht es sich nie mehr aus bis ins Ziel. Das muss dann schon funktionieren. Der Moment, in dem du rausfährst ist der entscheidende beim Wettkampf.

Hast du bei den Olympischen Spielen etwas Wichtiges gelernt?

Man kann bei den Olympischen Spielen vor allem eines lernen, dass man sich nicht zu sehr auf das Event versteift. Dass man stattdessen versucht, die Zeit dazwischen möglichst entspannt zu überbrücken. Wenn man sich nur auf den Wettkampf fokussiert und jeden Tag darauf wartet, dann ist es zu viel. Man muss die Zeit dazwischen auch nutzen und probieren, sie positiv hinter sich zu bringen. Man lernt dabei die Geduld, auf seine Chance zu warten. Es ist wichtig, nicht zu nur auf den Bewerb hinzufiebern. Man muss Olympia als Bonus sehen. Du bist dein Leben lang gut gewesen als Sportler und du bekommst die Chance, dort zu zeigen was du kannst. Das ist ein guter Ansatz. Wenn du dein Leben lang nur darauf hintrainierst, dann wirst du dort nicht hinkommen. Es wäre traurig, wenn man als Sportler seinen Sport nur wegen einem Event betreibt. Man darf den Weg dorthin nicht vergessen. Der Weg ist das Besondere, wenn du den nicht gehabt hättest, dann wärst du nie zu Olympia gekommen.

"Wenn du dein erstes Mal mit einer olympischen Startnummer hinausfährst, das ist ein Augenblick, wo du dir sagst: Das erlebst du im Leben nur einmal."

Alex Payer

Was war dein #puremoment?

Wenn das Startgate bei Olympia aufgeht, das ist schon ein besonderer Moment. Wenn du dein erstes Mal mit einer olympischen Startnummer hinausfährst, das ist ein Augenblick, wo du dir sagst: Das erlebst du im Leben nur einmal. Es ist ein Moment, der bleibt dir in Erinnerung, wenn du oben stehst und unten warten 12.000 Zuschauer.

Was hast du diese Saison noch vor?

Auf mich warten noch ein Riesentorlauf-Weltcup, ein Slalom-Weltcup und ein Team-Weltcup. Es sind also noch drei Weltcup-Veranstaltungen, die in zwei Wochen anstehen. Für den Riesentorlauf ist es mein Ziel, unter die ersten Fünf zu kommen. Im Slalom war es heuer schwierig, da wir uns wegen den Olympischen Spielen mehr auf den Riesentorlauf konzentriert haben. Das letzte Rennen ist der Team-Weltcup, da führe ich momentan im Gesamtweltcup im Team. Den Team-Bewerb sehe ich als großes Ziel, weil wir eine Chance auf die Kugel haben. Dafür, dass nur noch zwei Rennen und ein Team-Rennen auf dem Plan stehen, ist also noch viel zu tun und viel zu gewinnen.

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