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Ölziehen – so wird’s gemacht

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Ölziehen genießt nach Ayurveda schon eine lange Tradition. Neben der Reinigung des Körpers, soll vor allem die Mundhygiene davon profitieren. Details und Tipps dazu kann Julia aus eigener Erfahrung mit euch teilen.

Jeden Morgen nach dem Aufstehen schaufle ich mir als erstes einen Teelöffel Kokosöl in den Mund. Hört sich komisch an, hat aber einen einfachen Grund: Denn ich beginne meinen Tag mit Ölziehen. In der ayurvedischen Lehre hat das Ölziehen schon lange Tradition. Es soll dazu beitragen, den Körper zu entgiften und die Mundhygiene zu verbessern. Angeblich soll es sogar bei anderweitigen Beschwerden wie Migräne oder Magengeschwüren auf lange Sicht zur Besserung beitragen. Vor allem Parodontose könne dadurch vorgebeugt werden, heißt es. Ich selbst habe damit begonnen, weil ich ständig Probleme mit Zahnfleischbluten und –entzündungen hatte und auch anfällig für Karies war. Da alle bisherigen Bemühungen nicht die erhoffte Besserung brachten, beschloss ich, dem Ölziehen eine Chance zu geben.

Wie geht Ölziehen?

Wie funktioniert nun das Ölziehen? Es ist eigentlich ganz simpel. Du nimmst einen Teelöffel Öl in den Mund und spülst es hin und her, ziehst und saugst es durch die Zähne, schlürfst es…ein bisschen so, als würdest du nach dem Zähneputzen deinen Mund sehr gründlich ausspülen. Ganz wichtig ist es, dir davor nicht die Zähne zu putzen. Auch Trinken solltest du vorab vermeiden.

Am besten eignen sich zum Ölziehen hochwertige, pflanzliche Öle wie Sesam-, Sonnenblumen- oder eben Kokosöl. Raffinierte Öle hingegen solltest du nicht verwenden. Kokosöl ist deshalb mein Favorit, weil ich Geschmack und Textur am liebsten mag. Außerdem kann man es gut löffeln, denn Kokosöl ist gekühlt oder bei Zimmertemperatur fest, und wird erst im Mund flüssig.

Und für wie lange muss ich Ölziehen?

Die ideale Dauer für das Ölziehen beträgt mindestens 20 Minuten. So lange braucht die antibakterielle Flüssigkeit – also das Öl –, um alle schädlichen Bakterien in der Mundhöhle und den Zahnfleischtaschen zu erwischen. Vermeide unbedingt, das Öl zu schlucken, da sich darin durch das Ziehen ja Bakterien aus dem Mundraum sammeln. Deshalb solltest du das Öl danach auch nicht in den Abfluss spucken. Spuck es lieber in den Mülleimer, damit die Bakterien nicht ins Grundwasser gelangen. Nach dem Ausspucken den Mund mit lauwarmem Wasser ausspülen und wie gewohnt die Zähne putzen.

Um dir den Ölzieh-Einstieg zu erleichern, hier ein paar Tipps:

20 Minuten Ölziehen?

Ich weiß, das hört sich wie eine Ewigkeit an. Genau das habe ich mir auch gedacht. Du kannst dich aber langsam an diese Zeit annähern. Starte einfach mal mit ein paar Minuten und dann dehne den Zeitraum immer weiter aus. Man gewöhnt sich überraschend schnell daran – auch die Backenmuskeln. Falls du einen Krampf in den Wangen bekommst, kannst du das Öl einfach ausspucken, die Wangen ein bisschen lockern und dann mit einem neuen Löffel Öl weitermachen.

So viel Zeit hast du morgens gar nicht?

Wahrscheinlich geht es einigen ähnlich wie mir: Jede Minute frühmorgens ist kostbar und muss gut genutzt sein. Da sind 20 Minuten zusätzlich nicht einfach unterzubringen. Ölziehen kannst du aber ganz einfach nebenbei, während du deiner gewohnten Morgen-Routine nachgehst. Ich zum Beispiel mache mich währenddessen fertig für den Tag und bereite mein Frühstück vor. Die Zeit vergeht wie im Flug – besonders mit einer guten Playlist im Hintergrund - und du musst nicht 20 Minuten früher aufstehen. Vielleicht startest du an einem Tag, an dem du es nicht allzu eilig hast, das Haus zu verlassen. So kannst du dich stressfrei mit deinem neuen Hobby, dem Ölziehen, anfreunden.

Welches ist das beste Öl?

In vielen Shop-Regalen mit Naturkosmetikartikeln findet man auch Zahnöle, die speziell zum Ölziehen entwickelt wurden. Diese sind angereichert mit antibakteriellen und zahnpflegenden  Stoffen, Kräuterextrakten oder ähnlichem. Jedoch sind diese Mundöle meistens teuer und du erzielst nicht unbedingt ein besseres oder „gesünderes“ Ergebnis. Hochwertige, pflanzliche Öle sind ebenso antibakteriell und pflegen die Zähne. Dadurch machen sie einen hervorragenden Job und schonen zugleich die Geldbörse.

Darf ich auch mal Pause machen?

In bestimmten Lebensphasen lässt sich Ölziehen nicht so gut in den Alltag integrieren, zum Beispiel während einer Reise. Es ist auch absolut okay, sich eine Pause zu gönnen. Ich persönlich ziehe normalerweise einige Wochen Öl und mache dann wieder eine Pause. Wenn ich nach einer Weile merke, dass sich mein Mund nicht mehr so wohlfühlt, beginne ich einfach wieder, die morgendliche Routine aufzunehmen.

Es gibt spezielle Zahnöle - doch ein gutes Pflanzenöl tut es auch

Bringt Ölziehen wirklich etwas?

Welche Benefits konnte ich aus dem Unterfangen Ölziehen ziehen? Mein ursprünglicher Wunsch, nicht mehr ständig unter entzündeten Stellen im Mund zu leiden, hat sich vollkommen erfüllt. Das Zahnfleischbluten, die Zahnfleischentzündungen und auch sonstige Bläschen sind weniger geworden und kommen praktisch gar nicht mehr vor. Gelegentlichen Mundgeruch gibt es auch nicht mehr und als toller Side-Effect sind meine Zähne weißer geworden. Fazit also: Das allgemeine Mundgefühl und –gesundheit haben sich für mich um ein Vielfaches verbessert und ich haben an Lebensqualität dazu gewonnen. Vielleicht gönnst du dir ab jetzt morgens auch einen Löffel (Kokos-)Öl?

Fotos (c) Tamara Bauer

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