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Reisen
mit Diabetes

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Beim Klamottenwechsel im Hostel den Katheter rausgerissen! Eigentlich keine große Sache, und zu Haus stresst mich das gar nicht. Aber ein paar tausend Kilometer von daheim entfernt, stieg in mir die pure Panik auf.

Innerhalb von Sekunden war der Inhalt meines Koffers am Boden verteilt. Kein Katheter“, erzählt Anne Kainz in ihrem Blogbeitrag bei MySugr. Ein Missgeschick, das jedem Diabetiker und jeder Diabetikerin passieren kann. Reisen mit der Stoffwechselerkrankung, egal ob Typ-1 oder Typ-2, ist grundsätzlich kein Problem. Doch unterschätzen sollten Diabetiker die dabei auf sie zukommenden Herausforderungen nicht. Es braucht daher gute Vorbereitung.

Zeitzonen beachten

Es empfiehlt sich, die Reise vorher mit dem Arzt zu besprechen. Vor allem, wenn man in einer anderen Zeitzone Urlaub machen will. Bei Flügen in den Westen verlängert sich der Tag, sodass man mehr Insulin braucht. Bei Flügen nach Osten ist das Gegenteil der Fall. Auch wenn man mehr Sport macht als sonst, zum Beispiel im Wanderurlaub, muss man möglicherweise die Insulin- oder Tablettendosis senken, um Unterzuckerung vorzubeugen. In jedem Fall kann man die Auswirkungen der neuen Gegebenheiten auf den Blutzucker schnell erkennen, indem man ihn öfter als sonst misst.

Anne Kainz hat glücklicherweise noch einen alten Katheter in ihrem Rucksack gefunden. Um so einen Vorfall in Zukunft zu vermeiden, hat sie eine Packliste erstellt (siehe unten): „Manche Reisen werden nicht die volle Liste erfordern, aber je weiter und länger Diabetiker unterwegs sind, desto eher sollten sie alles mithaben.“ Besonders wichtig sind ausreichend Insulin und Traubenzucker sowie ein zusätzlicher Pen oder Katheter.

Diabetesausweis mitnehmen

Ist einmal der Koffer gepackt, wartet die erste Hürde am Flughafen. Diabetes-Utensilien fallen nicht unter die üblichen Regelungen. Insulin und Blutzucker- Teststreifen sollten ins Handgepäck, da es im Frachtraum so kalt wird, dass das Insulin gefrieren und dadurch unbrauchbar werden kann. Außerdem könnte der Koffer verloren gehen oder verspätet ankommen.

Ein mehrsprachig verfasster Diabetesausweis
(zumindest in Englisch) darf nie fehlen.

Er ist nicht nur wegen der Flughafenkontrolle notwendig, sondern auch, um sich im Notfall im Ausland mit neuen Medikamenten eindecken zu können, wenn diese verloren oder kaputt gehen.

Wer besonders aufs Essen achten muss, kann sich vorab ein geeignetes Hotel suchen: „Da die Ansprüche an Zubereitung, Herkunft und Inhaltsstoffe immer komplexer geworden sind, haben wir besonders geeignete Häuser mit dem Signet ,spezielle Küche‘ gekennzeichnet“, so Patrizia Weinberger, Sprecherin des Reiseunternehmens TUI. Speziell organisierte Diabetesreisen gebe es aber leider nicht, so Weinberger.

Ein abschließender Hinweis:
Es gibt Reisekrankenversicherungen, die diabetesbedingte Krankheitsfälle ausschließen.

In meinen Koffer kommt:

  • Pen
  • Glucagon-Spritze
  • eventuell eine „Urlaubspumpe“– manche Hersteller
    bieten diesen Service an
  • Nadeln
  • Katheter und Reservoirs
  • Desinfektionmittel oder Tupfer
  • Pflaster und Tape
  • Schere
  • Teststreifen
  • Ketonmessstreifen
  • Batterien für Messgerät und Pumpe
  • eine (Tupper-) Box für gebrauchte Nadel, Katheter etc.
  • Lanzetten
  • Ersatzstechhilfe
  • Einwegspritzen
  • Traubenzucker
  • eine kleine Kühltasche
  • Bestätigung vom Arzt, KH oder Diabetikerausweis
Beitrag (c) Magdalena Meergraf / Kurier
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