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Chiara Mair

Sportlerportrait

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Slalomspezialistin Chiara Mair kennt die Schattenseiten des Skisports nur zu gut. Im Sportlerportrait erzählt sie von ihrem Umgang mit Verletzungen.

Eigentlich war es eine normale Rechtskurve. Chiara Mair erinnert sich noch ganz genau. Wie sie, damals 17 Jahre alt, nach langer Pause endlich wieder auf Skiern steht am Gletscher hoch über Sölden. Wie die Sonnenstrahlen zwischen den Wolken hindurch über den Schnee streicheln. Wie sie sich Schwung für Schwung die vereiste Piste hinunter arbeitet. Und plötzlich diese eine Rechtskurve: Nur einen Sekundenbruchteil zu spät, vielleicht ein paar Zentimeter zu weit in der Kurve, verlagert sie ihr Körpergewicht. Im selben Moment greift der Ski, sie kippt rückwärts aus der Bindung, ein kurzer Stich im Knie, sie fällt in den Schnee. Für den Zuschauer wirkt ein Sturz wie dieser relativ harmlos. Doch Chiara Mair kann nicht mehr aufstehen. In ihr steigt die Angst auf, dass es schon wieder passiert sein könnte: Kreuzbandriss. Noch am selben Tag bekommt sie genau diese Diagnose.

Kampf zurück auf die Piste

„Wenn dir drei Mal in Folge die gleiche Verletzung passiert, ist das schon schlimm“, sagt Chiara Mair im Gespräch. 22 Monate fiel die Slalomspezialistin insgesamt aus, weil sie sich jedes Mal direkt nach ihrer Rückkehr einen Kreuzbandriss zuzog – zwei Mal im rechten, einmal im linken Knie. „Beim dritten Mal habe ich schon einmal zwei Tage gebraucht, um das zu verkraften.“ Dann fasst sie Mut. „Ich habe gewusst, in sechs Monaten bin ich wieder fit und kann wieder Ski fahren.“ In der Reha muss sie das Gehen neu lernen, dann Kniebeugen und andere Übungen. Sie sieht es positiv: „Wenn du verletzt bist, machst du jeden Tag Fortschritte. Das ist beim Skifahren nicht immer so.“ Mit dieser Einstellung kämpft sie sich noch einmal zurück auf die Piste. „Ich bin immer stärker von meinen Verletzungen zurückgekommen, als ich davor war.“

© Daniel Rebernegg

Ihr endgültiges Comeback in den Skisport feiert Chiara Mair einen Tag vor ihrem 19. Geburtstag in Coronet Park in Neuseeland. Überraschend gewinnt sie im Riesenslalom der Wintergames gegen die starke Weltcup-Konkurrenz. „Das war für mich die Bestätigung, dass ich doch noch Ski fahren kann. Obwohl viele Leute schon gesagt haben, ich soll es lassen, wenn ich mir eh nur weh tue.“ In der Saison 2016/17 trainiert Mair im B-Kader des ÖSV, fährt bei Europacup-Rennen regelmäßig Podestplätze ein, verpasst im Weltcup aber jeweils haarscharf den 30. Platz, der ihr einen weiteren Antritt sichern würde. Niedergeschlagen wirkt sie trotzdem nicht: „Wenn man nur an Ziele oder nur an Preisgelder denkt, kann man nicht mehr befreit Ski fahren. Man muss einfach seine beste Leistung abrufen, dann kommt alles von selbst.“

Ski fahren ohne Wenn und Aber

Mit dem Skisport hat Chiara Mair früh angefangen. Geboren 1996 und in Innsbruck und aufgewachsen in Götzens, war das Skifahren immer schon ihre größte Leidenschaft.Grund dafür sind die Berge vor ihrer Haustür und die Unterstützung der Eltern seit der ersten Stunde. Die Jungsportlerin fällt früh mit Erfolgen auf: Im Kindesalter holt sie bei österreichischen Meisterschaften und internationalen Rennen fast alle Titel, die es zu gewinnen gibt. Bei den legendären Topolino-Rennen in Italien liegt sie Kopf an Kopf mit der aktuellen Gesamtweltcupsiegerin und Weltmeisterin Mikaela Shiffrin. „Ich war damals immer gleich gut wie Mikaela. Da denkst du dir schon, du könntest jetzt dort sein, wo sie ist“, sagt Mair. Wären da nicht die Verletzungen gewesen, die mit dem Wechsel vom Kinder- ins Erwachsenenteam begannen. Chiara Mair allerdings ist kein Fan von Konjunktiven: „Es passiert eh alles, so wie es passiert.“ Trotz der langen Verletzungspausen nimmt der ÖSV die Jungathletin in den Nachwuchskader auf. Rückschläge kann sie auch deshalb wegstecken, weil sie den Skisport als ihre langfristige Zukunft sieht – nicht für die nächsten drei, sondern für die nächsten 15 Jahre oder mehr.

Wenn es hoch kommt, verbringt die ÖSV-Athletin ein paar Tage im Winter zuhause in Götzens. Dann ist für sie ein Besuch bei ihrem Islandpferd Laurin Pflicht. „Tiere geben mir Ausgleich und Ruhe“, sagt sie. Ruhe, die sie im Alltag als Leistungssportlerin braucht. Denn das nächste Rennen ist meist nur ein paar Tage entfernt.

Header- und Vorschaubild © Mirja Geh

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