Mikronährstoffe > Aminosäuren

Dein Körper benötigt 20 verschiedene Aminosäure als lebensnotwendige Bausteine. Sie sind die Basis aller Proteine, von Zellstrukturen und wichtig für den Muskelaufbau. Manche von ihnen kann der Körper selbst herstellen, die anderen wiederum musst du über deine Ernährung aufnehmen. Hier findest du hochwertige Aminosäuren, die von unseren Experten ideal auf die jeweiligen Bedürfnisse abgestimmt wurden.

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Alles, was du über Aminosäuren wissen musst

Aminosäuren spielen eine zentrale Rolle für deine Gesundheit und dein Wohlbefinden. Sie sind die Bausteine der Proteine, die in nahezu allen biologischen Prozessen deines Körpers eine Schlüsselrolle übernehmen. Ohne Aminosäuren wäre es deinem Körper nicht möglich, Muskeln aufzubauen, Gewebe zu reparieren oder wichtige Enzyme und Hormone zu produzieren. Chemisch gesehen sind Aminosäuren organische, stickstoffhaltige Verbindungen, die eine basische Amino-Gruppe, eine saure Carboxyl-Gruppe, ein Wasserstoff-Atom und eine variable Seitenkette besitzen. Durch die Seitenkette unterscheiden sich die einzelnen Aminosäuren. In ihrer chemischen Struktur sind sie entweder kettenförmig, verzweigtkettig oder ringförmig aufgebaut. Aminosäuren können in zwei, zueinander spiegelbildlichen Formen vorkommen – der D- und L-Form. Im menschlichen Körper kommen Aminosäuren ausschließlich in der L-Form vor.

7 Fakten über Aminosäuren

  1. Aminosäuren sind die Bausteine der Proteine und spielen eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Muskelgewebe und anderen wichtigen Funktionen im Körper.
  2. Es gibt 20 Aminosäuren, von denen 9 essenziell sind und über die Ernährung zugeführt werden müssen.
  3. Zu den essenziellen Aminosäuren gehören Leucin, Isoleucin, Valin, Lysin, Histidin, Tryptophan, Phenylalanin, Methionin und Threonin.
  4. Aminosäuren sind besonders in proteinreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Nüssen enthalten.
  5. Eine ausgewogene Ernährung mit ausreichender Aminosäurezufuhr ist wichtig, um den Bedarf des Körpers zu decken.
  6. Bei erhöhtem Bedarf, wie zum Beispiel beim intensiven Sport, können Nahrungsergänzungsmittel eine sinnvolle Ergänzung sein.
  7. Hochwertige Aminosäure-Nahrungsergänzungsmittel können helfen, den Körper mit den benötigten Aminosäuren zu versorgen und die Gesundheit und Leistungsfähigkeit zu unterstützen.

Aminosäuren – wofür braucht sie dein Körper?

Aus Aminosäuren kann dein Körper alle wichtigen Proteine aufbauen. Dazu reiht er Aminosäure an Aminosäure, und zwar in einer bestimmten Anzahl und Reihenfolge. So bildet der Körper, grob geschätzt, 50 000 verschiedene Proteine. Diese übernehmen zahlreiche, wichtige Aufgaben. So sind Proteine unter anderem essenziell für die Kommunikation zwischen Zellen und bilden „Pforten“ in den Zellmembranen, wodurch Stoffe in die Zellen eintreten können. Darüber hinaus übernehmen sie Speicher- und Transportaufgaben, fungieren als Antikörper im Immunsystem sowie als Hormone und Enzyme. Die Klasse der Strukturproteine ist entscheidend für die Bildung von Muskelfasern, wie beispielsweise Myosin in den Skelettmuskeln, oder von Bindegewebe, wie Kollagen in Sehnen und Muskeln. Es gibt 20 Aminosäuren, aus denen dein Körper Proteine aufbauen kann. Diese werden proteinogene Aminosäuren genannt, und lassen sich in essenzielle, semi-essenzielle und nicht-essenzielle Aminosäuren einteilen. Um sicherzustellen, dass dein Körper optimal funktioniert, ist es wichtig, dass du auf eine ausgewogene Ernährung achtest, die alle notwendigen Aminosäuren enthält. Bestimmte Lebensmittel sind besonders reich an Aminosäuren und sollten regelmäßig auf deinem Speiseplan stehen, um deinen Bedarf zu decken. Durch das Verständnis der Bedeutung von Aminosäuren und deren Integration in deine tägliche Ernährung kannst du deine Gesundheit und Leistungsfähigkeit optimal unterstützen.

Essenzielle Aminosäuren

Essenzielle Aminosäuren sind unentbehrlich, das heißt, sie müssen über die Nahrung zugeführt werden. Dein Körper kann sie nicht selbst herstellen. Zu ihnen zählen: Isoleucin, Leucin, L-Lysin, L-Methionin, L-Phenylalanin, L-Threonin, L-Tryptophan und Valin, sowie Histidin.

Nicht-essenzielle Aminosäuren

Aminosäuren, die der Körper selber herstellen kann, werden als entbehrliche oder nicht-essenzielle Aminosäuren bezeichnet. Der Körper kann diese Aminosäuren aus anderen Aminosäuren aufbauen. Dazu zählen: L-Alanin, L-Arginin, L-Asparagin, L-Asparaginsäure, L-Cystein, L-Glutamin, Glutaminsäure, Glycin, Prolin, Serin und L-Tyrosin.

Semi-essenzielle Aminosäuren

Einige der nicht-essenziellen Aminosäuren sind als semi-essenziell einzustufen – lediglich in bestimmten Lebenssituationen und -abschnitten müssen sie über die Nahrung vermehrt aufgenommen werden. Dies kann in einem bestimmten Lebensalter, während der Wachstumsphase oder bei Sport, sowie Erkrankungen der Fall sein. Beispiele für semi-essenzielle Aminosäuren sind Tyrosin, Cystein, Glutamin und möglicherweise Arginin.

Verfasst von

Maximilian Zimmer
Biochemiker, Molekularbiologe & Diplomierter: Personal-, Fitness-, Gesundheits- und Functional-Trainer
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Einzelnachweise

  1. Reglin F.; Bausteine des Lebens. Aminosäuren in der Orthomolekularen Medizin; Reglin 2003; 2. vollst. neu überarb. Aufl.
  2. Schmiedel, V.; Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Prävention und Therapie mit Mikronährstoffen; Thieme 2002; 3. Aufl.
  3. Schlieper C.A.; Grundfragen der Ernährung; Verlag Dr. Felix Büchner – Verlag Handwerk und Technik G.m.b.H. 2007
  4. Bundesinstitut für Risikobewertung; Gesundheitliche Bewertung von Aminosäuren; BfR 2021;https://www.bfr.bund.de/de/gesundheitliche_bewertung_von_aminosaeuren-54420.html, abgerufen am 12.7.21
  5. Deutsche Gesellschaft für Ernährung; Ausgewählte Fragen zu Protein und unentbehrlichen Aminosäuren; Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. 2021;https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/protein/?L=0#:~:text=Sie%20gelten%20als%20entbehrliche%20(fr%C3%BCher,%2C%20Prolin%2C%20Serin%20und%20Tyrosin., abgerufen am 12.7.21
  6. Gröber U.; Metabolic Tuning statt Doping - Mikronährstoffe im Sport; S. Hirzel Verlag 2008
  7. Elmadfa I.; Leitzmann C.; Ernährung des Menschen; Eugen Ulmer Verlag Stuttgart 2015; Aufl 5
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