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ÖSV SKIMO Team

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Für die Mitglieder des Skibergsteiger-Team des ÖSV ist das Auf und Ab im Schnee sowohl Alltag als auch Leidenschaft. Sie erklären, was die Urform des Skisports mit Triathlon gemeinsam hat und warum Skibergsteigen olympisch werden sollte.

Auf Skiern einen Berg zu besteigen und querfeldein abzufahren, das war zu den Anfangszeiten des Alpinismus mangels Liftanlagen und präparierter Pisten eine simple Notwendigkeit. Skibergsteigen, oder Skitourengehen, hat sich in seinen Grundzügen bis heute nicht verändert: Aufstieg und Abfahrt werden aus eigener Kraft auf Skiern bewältigt.

Doch Skibergsteigen ist nicht gleich Skibergsteigen. Zu unterscheiden sei das Skitourengehen als Breitensport vom wettkampfmäßigen Skibergsteigen, erklärt Josef Gruber, Sportlicher Koordinator Skibergsteigen des Österreichischen Skiverbands (ÖSV): „Skibergsteigen als Worldcup, quasi als anerkannter, organisierter Sport – das hat sich erst im letzten Jahrzehnt so richtig professionell entwickelt.“ Die Urform des Skisports ist also gleichzeitig eine der jüngsten Disziplinen, was die Organisation und Professionalisierung betrifft. Offizielle Europameisterschaften wurden erstmals 1992 ausgetragen, offizielle Weltmeisterschaften gibt es seit 2002. Und die ÖSV-Nationalmannschaft im Skibergsteigen wurde vor gerade einmal zehn Jahren gegründet.

Triathlon als großes Vorbild

„Der größte Sprung in der öffentlichen Wahrnehmung wäre sicherlich, dass Skibergsteigen eine olympische Sportart wird“, ist Josef Gruber überzeugt. Der studierte Betriebswirt und Sportwissenschafter war vor seiner Funktion als Sportlicher Koordinator zehn Jahre lang Präsident des Salzburger Triathlonverbands und gründete einen eigenen Triathlonverein. Das alles zu einer Zeit, in der Triathlon olympisch wurde (2000) und die Teilnehmerzahlen bei Wettkämpfen weltweit nach oben kletterten. Mit der Anerkennung als olympische Disziplin gingen Fernsehübertragungen, Sponsorenverträge und vor allem ein weltweites Publikum einher – ein Durchbruch, den sich der Lungauer auch fürs Skibergsteigen wünschen würde.

Auch 2022 nicht olympisch

Die Anerkennung von Skibergsteigen als olympische Disziplin wäre kein Novum. Bereits in den 1920er Jahren war die Sportart als „Militärpatrouille“ bei Olympischen Winterspielen vertreten. Die Teilnehmer – ausschließlich aktive Soldaten – starteten dabei in Viererteams, Wertungsschießen war Teil des Bewerbs. Nach 1948 verschwand Skibergsteigen aus den olympischen Disziplinen, Nachfolger wurde der bei Zuschauern beliebte Biathlon. Für 2018 hatte die Union Internationale des Associations d’Alpinisme (UIAA) die Aufnahme von Skibergsteigen bei den Olympischen Winterspielen geplant, doch im Februar desselben Jahres gab das Internationale Olympische Komitee bekannt, dass die Sportart auch 2022 nicht olympisch wird.

Derweil floriert Skibergsteigen als Breitensport. Laut Österreichischen Seilbahnen gehen pro Jahr 350.000 Österreicher auf Skitouren, laut Alpenverein sind es 650.000. „Es ist ein Massenphänomen im Freizeitbereich, als Ausgleichssport – man will in die Berge gehen und die Natur genießen. Aber Skibergsteigen als Wettkampf ist noch kein Massenphänomen“, sagt Josef Gruber. Die Wandlung vom Breitensport zum teilnehmerstarken Wettkampfsport – sie bleibt eine Herausforderung.

Genießen als Schlüssel zum Erfolg

Helfen sollen dabei Wettkämpfe wie der Preberlauf im Lungau, den Josef Gruber als Vorbildbewerb nennt. Bei dem Sprintrennen auf den Preber gibt es nämlich zwei Klassen – die Profi- und die Genießerklasse. Während die Profis um Podiumsplätze kämpfen, geht es bei den Genießern ums Dabeisein. Zeitnehmung oder Streckenvorschreibung gibt es nicht, jeder geht so weit, wie die eigene Kondition es zulässt. Dieses Konzept macht den Preberlauf zu einem der teilnehmerstärksten Bewerbe Österreichs. Auf 80 Profi-Teilnehmer kommen etwa 300 Starter in der Genießerklasse, die die Profis am Streckenrand anfeuern. „So ein Veranstaltungskonzept könnte der Schlüssel zum Erfolg sein“, ist Gruber überzeugt.

Auf Erfolge kann er auch in der Nationalmannschaft verweisen – allen voran Andrea Mayrs Weltmeistertitel 2017 im Verticalbewerb, dem reinen Aufstieg auf Zeit. „Das war sicher unser bisher größter Erfolg.“ Was die Anerkennung in der Szene betreffe, sei Jakob Herrmann zu nennen, der sich 2017 im Individualbewerb zwei Mal aufs Podium kämpfte. Der 30-Jährige startete in der darauffolgenden Saison beim „Le Grande Course“ im Duo mit der französischen Skibergsteiger-Legende Kilian Jornet – ein „Ritterschlag für jeden Skibergsteiger“, sagt Josef Gruber: „Wenn man mit Kilian Jornet gemeinsam ein Team bilden darf, ist das, wie in der Formel 1 mit Lewis Hamilton im Team zu sein.“ Einzig das Verletzungs-Aus für Jornet kurz vor dem Finish der renommierten Pierra Menta in den französischen Alpen setzte den Siegeschancen ein abruptes Ende.

Komplexe Sportart

Was die körperliche Beanspruchung betrifft, ist Skibergsteigen eine komplexe Sportart. „Die Athleten müssen sowohl im Ausdauerbereich für durchgehende Belastungen von bis zu zwei Stunden fit sein.“ Aber auch im technischen Bereich seien Skills gefragt: „Man muss ein guter Abfahrer sein, mit verschiedenen Schneearten zurechtkommen und entsprechend Kraft in den Beinen haben, um sich während der Abfahrt wieder auf einen dritten oder vierten Aufstieg vorzubereiten.“

Wie bringt man den Körper in eine solche Hochform? „Es klingt vielleicht komisch, aber der allerwichtigste Bestandteil der Saison ist die Saisonpause“, sagt Josef Gruber. Die Wettkampfsaison von Ende Oktober bis Ende April sei vergleichsweise lang. „Wichtig ist daher eine gute Erholungsfähigkeit, die sich die Sportler schon im Sommer in Ausdauerdisziplinen wie Laufen und Radfahren erarbeiten.“

Im Herbst starte das Team mit Berglaufen, Berggehen und Skirollertraining in die Phase des semispezifischen Trainings, ab Oktober gehe es erstmals auf Trainingslager am Schnee. Da zu dieser Jahreszeit nur Training am Gletscher auf 2000 bis 3200 Metern Höhe möglich sei, gelte es hierbei schonend mit dem Körper umzugehen, der sich erst auf die Belastungen einstellen muss. Mitte November bis Mitte Dezember werde das Training dann immer spezifischer, trainiert werden Intervalle und Technik.

Priorität habe auch die Ernährung, sagt Gruber: „Dank einer Nährstoffanalyse konnten wir individuell bei jedem Athleten des Kaders feststellen: Wo liegt der persönliche Bedarf in der Ernährung? Sollte auf bestimmte Mikronährstoffe besonders Wert gelegt werden?“ Entsprechend werden die Sportler mit Supplementen versorgt. „Produkte wie das All-in-One von Pure sind die Basisversorgung für jeden Athleten. So kommt er oder sie gut versorgt durch den Winter und ist auch für die besonderen Belastungen beim Wettkampf gerüstet.“

So kommen die nächsten Erfolge bestimmt.

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