Mann in roter Hängematte

Mikronährstoffe in der Erholungsphase

Unter der sportlichen Erholungsphase versteht man die Wiederherstellung des physiologischen Gleichgewichts nach sportlicher Belastung. Diese versorgenden Ruhephasen sind notwendig, um Trainingserfolge sichtbar zu machen.

Proteine und Aminosäuren

Nach Wettkämpfen wird oft kurz nach Zielankunft bereits zum sogenannten „Recovery Drink“ gegriffen. Dieser ermöglicht durch die Kombination aus Kohlenhydraten und hochwertigen Proteinen, die oftmals auch mit speziellen Aminosäuren (z.B. Glutamin) angereichert sind, eine raschere Regeneration. Proteine und Kohlenhydrate wirken dabei synergistisch. Einerseits üben bestimmte Aminosäuren positive Effekte auf die Muskelglykogen-Neubildung aus und andererseits führt eine Aufnahme von Kohlenhydraten zu einer Ausschüttung von Insulin, einem funktionalen Protein, das für die Versorgung der Muskulatur wichtig ist.

Vitamin B6, Zink und Magnesium

Durch stetes Ausdauertraining kommt es durch die sukzessive Entleerung und Wiederauffüllung der Energiespeicher zu einer Verbesserung der Speicherleistung. Die Steigerung der Stoffwechselvorgänge fordert ihrerseits höhere Enzymleistungen. Für die gesteigerte Umwandlung von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißsubstanz in Stoffwechselenergie ist eine vermehrte Zufuhr von Nährstoffen notwendig. Vitamin B6 trägt zum Eiweiß- und Glykogenstoffwechsel bei, Zink und Magnesium sind an einer normalen Eiweißsynthese beteiligt. Die Ausdauerleistung wird also nicht durch die Belastung allein, sondern auch durch ausreichende Erholung gesteigert. Regeneratives Training, Massagen, ausreichend Schlaf und abwechslungsreiche Ernährung fördern die Regeneration.

Frau in Sportkleidung beim Dehnen

Mikronährstoffe im Sport

Eine optimale sportliche Leistungsfähigkeit braucht neben regelmäßigem, angeleitetem Training auch eine gezielte Versorgung mit Makro- und Mikronährstoffen. Das bedeutet eine ausgewogene, kohlehydrat- und eiweißreiche Ernährung in Kombination mit einer Reihe an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, deren Bedarf aufgrund der sportlichen Aktivität erfahrungsgemäß erhöht wird. Hier erfährst du worauf du achten solltest.
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Vitamine C, Vitamin E und Selen

Im Rahmen von intensiven sportlichen Aktivitäten kommt es im Organismus aufgrund von vermehrter Energiegewinnung zu einem erhöhten Radikalaufkommen. Zusätzlich zu den freien Radikalen, die durch äußere Einflüsse (Luftverschmutzung, UV-Licht, Sauerstoffmangel, etc.) entstehen, wirkt eine enorme oxidative Belastung auf den Organismus ein. Diese kann Muskelzellen schädigen, das Immunsystem schwächen, Entzündungen auslösen und die Regenerationsfähigkeit verringern. Vor allem Ausdauerathleten sollten ihren antioxidativen Schutz gegen Schäden, die durch freie Radikale verursacht werden, mit Vitamin C, Vitamin E, und Selen kontinuierlich erneuern. Diese tragen dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Das Immunsystem wird so entlastet und der Organismus ist rascher für neuerliche Belastungen bereit. Vitamin C unterstützt die normale Funktion des Immunsystems während und nach intensiver körperlicher Betätigung.

Sonnenblumen in einer Vase

Stress auf Zellebene

Sauerstoff spielt eine entscheidende Rolle für die Natur, und ist das Lebenselixier schlechthin. Doch Sauerstoff kann Reaktionen auslösen, auf die man gerne verzichten würde. Blumen verwelken, geerntetes Obst wird unansehnlich und Öl ranzig – freie Radikale und oxidativer Stress haben es in sich.
Was ist oxidativer Stress?

Verfasst von

Birgit Schiel
Leitung Qualitätssicherung
Birgit Schiel setzt ihr Wissen in der Praxis im Bereich der Lebens- und Sozialberatung und in ihrer wissenschaftlich-rechtlichen Tätigkeit bei Promedico um.
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