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Thermik – und ihre Bedeutung fürs Paragleiten

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Wenn beim motorlosen Flugsport von Thermik gesprochen wird, sind damit thermische Aufwinde gemeint. Durch diese ist es für Paragleiter (und auch Segel- und Drachenflieger) möglich Höhe zu gewinnen und beizubehalten, um weite Strecken zurückzulegen. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wie durch eine unsichtbare Hand nach oben getragen zu werden.

Wie entsteht Thermik?

Bei der Entstehung kommt es auf verschiedene Faktoren an, die sich gegenseitig beeinflussen. Der wichtigste Motor für Thermik ist die Sonne. Durch direkte Einstrahlung erwärmen sich Luftpakete am Boden. Abhängig vom Gelände können diese wärmer werden als ihre Umgebung – zum Beispiel erwärmt sich die Luft über einem Weizenfeld viel stärker als im angrenzenden Wald. Diese Temperaturdifferenz ist entscheidend dafür, dass Luftmassen senkrecht aufsteigen – wie Blasen in kochendem Wasser. Wenn die Sonneneinstrahlung gleichmäßig ist und sich das Gelände gut erwärmen lässt, kann eine nutzbare Thermikquelle entstehen.

Paragleiter suchen nach diesen Quellen, um darin gemeinsam mit dem Luftstrom aufzusteigen. Dafür halten sie Ausschau nach so genannten Abrisskanten – Orten an denen üblicherweise Thermik auftaucht. Typische Abrisskanten sind Berggrate und Waldränder. Plötzliche Richtungsänderungen in der Geländeform oder unterschiedliche Bodentypen liefern den Anstoß, den die erwärmte Luft braucht, um abzuheben. Luftpakete fließen oft an Berghängen entlang nach oben, bis Sie am Grat „abreißen“ und senkrecht steigen.

Piloten finden also mit viel Erfahrung Thermik schon da, wo sie sie erahnen können. Zusätzlich helfen so genannte Variometer dabei den aktuellen Steigwert (in Meter pro Sekunde) zu messen. Damit ist es möglich sich im maximalen Steigen spiralförmig nach oben zu „kurbeln“.

Thermik - welche Risiken gibt es?

Auch die Wolken am Himmel hängen direkt mit Thermik zusammen. Schön geformte Schäfchenwolken (Cumuli) sind ein klares Anzeichen für Aufwind. Sie entstehen in der Höhe, in der die Luft so weit abgekühlt ist, dass die Luftfeuchtigkeit nicht mehr gebunden werden kann und sichtbar wird. So ist auch das Beobachten der Wolken wichtig für die Wahl der Flugroute. Genau hier liegt jedoch auch ein Gefahrenpotential. Scheinbar harmlose Quellwolken können sich im Tagesverlauf „überentwickeln“ und zu Gewitterwolken werden. Wenn sie vertikal stark wachsen und höher werden als breit ist Vorsicht geboten.

Eine Gewitterwolke saugt sehr viel Luft aus der Umgebung an. So kann man als Paragleiter von kilometerweit entfernten Wolken eingesogen werden und Schwierigkeiten haben, rechtzeitig zu landen. Im schlimmsten Fall kommt man direkt ins Wolkenzentrum, wo man mit extremen Steigwerten und Hagel zu kämpfen hat, bis man von der Wolke in großer Höhe wieder ausgespuckt wird. Es ist daher absolut wichtig, den Verlauf der Wolkenformen während des Tages und im Flug im Auge zu behalten.

Außerdem bringen Tage mit aktiver Thermik auch Turbulenzen mit sich. Im Kern steigt Luft vertikal nach oben, am Rand jedoch sinkt kalte Luft nach unten. Beim Einflug in eine Thermik pendeln Gleitschirme über den Piloten vor und zurück, während diese unterschiedlichen Zonen durchquert werden.

Was für Neulinge noch etwas einschüchternd wirken kann, ist für erfahrene Piloten selbstverständlich. Bei Wettkämpfen wie dem Red Bull X-Alps wissen die Athleten mit diesen Phänomenen sehr gut umzugehen, indem sie die Schirmbewegungen aktiv ausgleichen. Gleichzeitig sind sie so effizient und schnell unterwegs.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Nutzung der Thermik den Gleitschirmsport zu dem gemacht hat, was er heute ist. Für Genussflieger, die es lieben mit Vögeln gemeinsam nach oben zu kreisen sowie für Streckenpiloten im sportlichen Wettkampf ist sie ein Geschenk der Natur.

Fotos © Daniel Eibl

Verfasst von

Daniel Eibl

Daniel Eibl

Freizeit-Pilot und Fotograf aus Leidenschaft. Er ist über den Bergen, hinter der Kamera, am Motorrad – oder ansonsten in seiner neuen Heimat Graz anzutreffen.

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