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Vitamin-D-Mythen auf dem Prüfstand

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Eine gute Versorgung mit Vitamin D ist ausschlaggebend für die Gesundheit. Das fettlösliche Vitamin ist wichtig für die Knochen, die Muskeln und das Immunsystem. Doch wie stellt man die Versorgung sicher? Einige Mythen rund um das Sonnenvitamin halten sich hartnäckig und sie machen uns glauben, dass unser Vitamin-D-Status in Ordnung ist, obwohl er eigentlich zu wünschen übriglässt.

Wir haben diese Mythen durch die Brille der Wissenschaft betrachtet.

Im Sommer ist man immer gut mit Vitamin D versorgt?

Klingt erst einmal logisch. Denn der Körper kann mithilfe der Energie der Sonnenstrahlen selbst Vitamin D produzieren. Im Sommer sind wir viel draußen, im Schwimmbad und im Garten. Da muss die körpereigene Produktion doch auf Hochtouren laufen? Theoretisch schon.

Doch die meisten Menschen nutzen Sonnencreme. Das ist natürlich gut und notwendig, um die Haut vor Sonnenbrand und Zellschäden zu bewahren. Doch die körpereigene Vitamin-D-Synthese wird dadurch eingeschränkt. Das soll keine Aufforderung sein, auf den Sonnenschutz zu verzichten.

Manche Vitamin-D-Experten raten, je nach Hauttyp, ein paar Minuten ohne Lichtschutzfaktor in der Sonne zu sein, bevor man sich eincremt. So wird die Haut nicht übermäßig in Mitleidenschaft gezogen und gleichzeitig wird die körpereigene Produktion des Sonnenvitamins angeregt. Dieser Ansatz kommt natürlich nicht für jeden infrage. So können Vitamin-D-Präparate auch im Sommer nützlich sein, um einen guten Spiegel zu gewährleisten.

Im Winter ab auf den Berg zum Vitamin-D-Tanken?

Wer sich schon einmal beim Ski-Fahren im Winter einen Sonnenbrand im Gesicht geholt hat, ist sich sicher: Auf dem Berg hat die Sonne eine enorme Kraft – da muss das auch mit der Vitamin-D-Synthese so richtig gut funktionieren.

Falsch gedacht. Denn in der kalten Jahreszeit strahlt die Sonne mit einem anderen Winkel auf unsere Breitengrade. So erreichen andere Arten von Strahlen die Erde. In der Wissenschaft spricht man von verschiedenen Wellenlängen: Strahlen, die Sonnenbrand verursachen, kommen auch im Winter an. Die Art von Strahlen hingegen, die für die Vitamin-D-Synthese gebraucht wird, ist im Winter sozusagen aus physikalischen Gründen abgeschaltet. Nur von April bis September ist hierzulande die körpereigene Vitamin-D-Produktion durch UVB-Lichtexposition möglich. Auch auf dem Berg.

© oatawa

Eier und Pilze helfen uns, den Vitamin-D-Bedarf zu decken?

Tatsächlich enthalten Eier und Pilze Vitamin D. Doch schaut man genauer hin, erkennt man, dass diese Mengen marginal sind. Um den grundlegenden täglichen Bedarf an Vitamin D zu decken, müsste man etwa sieben Eier oder etwas mehr als 1 kg Champignons essen. Guten Appetit.

Vitamin D nimmt also eine Sonderstellung unter den Vitaminen ein: Eine normale Ernährung mit den üblichen Lebensmitteln reicht nicht aus, um eine angemessene Zufuhr zu erreichen. Der größte Faktor zur Deckung des Bedarfs ist und bleibt die körpereigene Synthese mit Hilfe der Sonne.

Vitamin D sollte immer mit Vitamin K kombiniert werden?

Dieser Mythos hält sich wirklich sehr hartnäckig. Immer wieder werden wir damit konfrontiert, dass durch die alleinige Anwendung von Vitamin D die Blutgefäße verkalken sollen. Doch renommierte Vitamin-D-Forscher, wie Michael Hollick bestätigen: An dieser Behauptung ist absolut nichts dran.  

Eine Kombination aus Vitamin K und D kann dennoch in bestimmten Situationen Sinn machen: Und zwar immer dann, wenn es spezifisch um die Knochen geht. Denn beide Vitamine greifen sich im Knochenstoffwechsel gegenseitig unter die Arme. Im Allgemeinen ist die Bevölkerung hierzulande allerdings gut mit Vitamin K versorgt, sodass in der Regel eher ein Augenmerk auf den Vitamin-D-Spiegel gelegt werden sollte. Und was man nicht vergessen darf: Wenn Blutverdünner eingenommen werden, ist bei Vitamin-K-Präparaten Vorsicht geboten. Sprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Arzt.

Bist du gut versorgt?

Nachdem wir mit diesen Vitamin-D-Mythen aufgeräumt haben, lohnt es sich, die eigene Vitamin-D-Versorgung neu zu überdenken. Bist du gut versorgt? Eine Bestimmung des Vitamin-D-Spiegels über eine Blutanalyse ist immer eine gute Sache. Ein- bis zweimal im Jahr lohnt sich der Weg zum Arzt, der einen Mangel aufdecken kann. Mit Vitamin D in Form von Kapseln oder Ölen kann der Spiegel, unabhängig von Jahreszeit, Ernährung und sonstigen Gewohnheiten, auf einem guten Niveau gehalten werden.

Quellen:
Gröber U., Holick M.; Vitamin D - Die Heilkraft des Sonnenvitamins; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft Stuttgart 2015; Aufl 3
Souci/Fachmann/Kraut; Online Datenbank; medpharm Scientific Publishers 2020
Deutsche Gesellschaft für Ernährung; D-A-CH Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr; Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. 2020; https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/; abgerufen am 26.08.2020
Holick M.; Vitamin K2 necessary for safe oral D3 supplemenation?; http://drholick.com/askHolick/questions.html;  abgerufen am 26.08.2020
Bilder © Soloviova Liudmyla

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