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Ernährung in der Schwangerschaft

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Inhaltsverzeichnis

  1. Schwangerschaft und Energiebedarf
  2. Schwangerschafts-Vitamine
  3. Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft
  4. Was sollte eine Schwangere nicht essen?

Eine abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft ist ein wichtiges Thema für Mutter und Kind: Denn schließlich wird der Nachwuchs von der werdenden Mama mitversorgt. Doch wie sieht eine gesunde Ernährung in der Schwangerschaft aus? Gibt es besonders nützliche oder sogar für Schwangere verbotene Lebensmittel? Und müssen Schwangere wirklich für zwei essen? Hier erfährst du, wie dein Baby von Anfang an gut versorgt ins Leben startet.  

„Das Kind kommt zuerst!“ – Nach diesem Motto handelt der Körper, wenn es um die Nährstoffversorgung des Ungeborenen in der Schwangerschaft geht. So wird das Baby über die Mutter mit allem versorgt, was es braucht. Der Mehrbedarf kann allerdings auch ganz schön an den Reserven der werdenden Mama knabbern. Die richtige Ernährung, die dich und dein Baby ausreichend mit allen wichtigen Makro- und Mikronährstoffen versorgt, ist somit bereits bei Kinderwunsch aber auch in der Schwangerschaft sowie Stillzeit ein essenzielles Thema.

Schwangerschaft und Energiebedarf

Schwangerschaft und Essen für Zwei? Was verlockend klingt, ist längst überholt. Denn tatsächlich steigen der Energiebedarf und damit die Kalorienzufuhr in der gesamten Schwangerschaft nur wenig an. So benötigt eine Schwangere im ersten Trimenon keine zusätzlichen Kalorien.

Energiezufuhr in der Schwangerschaft

Schwangere sollten genügend Energie über die Nahrung zuführen. Dabei steigt der Kalorienbedarf erst im zweiten Trimenon leicht an.

Erst ab dem zweiten Drittel ist die Menge der empfohlenen Kalorien leicht erhöht – und zwar um 250 kcal pro Tag – nicht mehr als eine kleine Zwischenmahlzeit. Im letzten Drittel kommen weitere 250 kcal pro Tag dazu. 

Allerdings muss beim Energiebedarf in der Schwangerschaft auch das Maß an Bewegung eingerechnet werden: Denn die erhöhten Kalorienangaben gelten nur, wenn du auch in der Schwangerschaft gleich viel Bewegung machst, wie zuvor. Wird der Bauch größer und geht die körperliche Aktivität deutlich zurück, braucht der Körper auch weniger Energie – und somit auch weniger Kalorien.

Doch wozu braucht der Körper das kleine Plus an Kalorien in der Schwangerschaft überhaupt? Die zusätzlichen Kalorien steckt der Körper in Form von Energie in Wachstumsprozesse und die Bildung von neuem Gewebe, wie zum Beispiel der Plazenta. Auch die Gebärmutter wächst um ein Vielfaches. Darüber hinaus brauchen auch die Entstehung des Fötus und die damit verbundenen Zellteilungsprozesse Energie – wenn auch nicht die doppelte Menge.

Schwangerschafts-Vitamine

Wovon dein Körper allerdings eindeutig mehr benötigt, wenn du schwanger bist, ist eine Reihe von Vitaminen und Mikronährstoffen.

Hättest du gedacht, dass sich dein Eisenbedarf in der Schwangerschaft verdoppelt? Auch der Bedarf an Folsäure steigt um stolze 83%.

Anna Schönegger - Pure Encapsulations® Österreich & Deutschland

Wenn es um das Mehr an Spurenelementen und Vitaminen in der Schwangerschaft geht, sind Folsäure und Eisen zwar absolute Spitzenreiter, aber auch andere Mikronährstoffe werden vermehrt benötigt. Dazu gehören Jod, Magnesium, Zink, sowie die Vitamine A, C, E und weitere B-Vitamine. Zusätzlich sollte spätestens im letzten Drittel auf eine ausreichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren, insbesondere von DHA geachtet werden.

Mikronährstoffe in der Schwangerschaft

Der Bedarf einer Vielzahl an Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen steigt in der Schwangerschaft. Spitzenreiter sind Eisen und Folsäure.

Eisen in der Schwangerschaft

Wusstest du, dass sich während der Schwangerschaft dein Blutvolumen verdoppelt? Auch dein Herz pumpt pro Minute mehr Blut durch den Körper. Denn schließlich muss das Ungeborene ausreichend versorgt werden – und zwar mit Sauerstoff und wichtigen Mikronährstoffen. Eisen spielt dabei eine besonders wichtige Rolle. Denn das Spurenelement unterstützt die Bildung der roten Blutkörperchen sowie vom Blutfarbstoff Hämoglobin. Auch für die Zellteilung sowie unseren Energiestoffwechsel ist Eisen von Bedeutung. Gleichzeitig greift das Multitalent dem Immunsystem von Mutter und Kind unter die Arme. Kein Wunder also, dass der Bedarf an Eisen in der Schwangerschaft steigt – und zwar um das Doppelte! Schwangere sollten daher statt den üblichen 15 mg (Referenzwert für Frauen im gebärfähigen Alter) 30 mg Eisen pro Tag über eine ausgewogene Ernährung zu sich nehmen. Da während oder nach der Geburt nennenswerte Blutverluste möglich sind, gilt es auch im letzten Schwangerschafts-Drittel sowie nach der Geburt den Eisenhaushalt genau im Auge zu behalten.

Eisen bei veganer oder vegetarischer Ernährung

EISEN BEI VEGANER ERNÄHRUNG

Ernährst du dich vegan oder vegetarisch? In diesem Fall solltest du besonders auf die Versorgung mit Eisen achten – und das nicht nur in der Schwangerschaft. In unserem Steckbrief Eisen erfährst du alles, was du über die Eisenaufnahme aus pflanzlichen Lebensmitteln wissen musst.

Mehr erfahren

Folsäure (Folat) in der Schwangerschaft

Folsäure (Folat) gehört zur Familie der B-Vitamine, und findet sich vor allem in grünen Nahrungsmitteln wie Blattgemüse, Spinat, Brokkoli, Grünkohl oder Erbsen. Aber auch Weizenkeime, Hülsenfrüchte und Nüsse sind gute Folsäure-Lieferanten. Bei Schwangeren sollte ausreichend davon auf dem Teller landen: Denn Folsäure unterstützt die Bildung von Blut und damit die Versorgung des neuen Lebens. Gleichzeitig benötigt der Körper Folsäure für das Wachstum von Plazenta, Gebärmutter und Fötus.

Vor allem in der 4.- 5. Schwangerschaftswoche findet ein wichtiger Entwicklungsschritt beim Fötus statt: Die Neuralplatte schließt sich zum Neuralrohr. Läuft dieser Schritt nicht korrekt ab, kann dies zu schweren Fehlbildungen beim Fötus führen. Ein niedriger Folsäurespiegel der Mutter wird als Risikofaktor für die Entstehung solcher Neuralrohrdefekte gesehen.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bereits ab Kinderwunsch eine ausreichende Folsäureversorgung. Du solltest zumindest 4 Wochen vor Empfängnis folatreiche Nahrungsmittel essen und zusätzlich 400 µg Folsäure pro Tag über geeignete Nahrungsergänzungen zuführen. Frauen, die erst später von ihrer Schwangerschaft erfahren, sollten mit ihrem Arzt besprechen, ob eine höhere Menge an Folsäure nötig ist.

GUT VERSORGT AB DEM KINDERWUNSCH

Auch im Verlauf der Schwangerschaft brauchen Mutter und Kind genügend Folsäure. Die DGE empfiehlt Schwangeren täglich 550 µg Folat über die Ernährung zuzuführen. Zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung sollten täglich 400 μg Folsäure in Form eines Präparats eingenommen werden, um Neuralrohrdefekten vorzubeugen. Diese zusätzliche Einnahme sollte mindestens 4 Wochen vor Beginn der Schwangerschaft anfangen und während des 1. Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden.

Folsäure
Folsäure in der Schwangerschaft und bei Kinderwunsch
B-Vitamine in der Schwangerschaft

B-VITAMINE IN DER SCHWANGERSCHAFT

Auch andere B-Vitamine als Folat sind in der Schwangerschaft vermehrt gefragt: So steigt auch der Bedarf an B1, B2, B6 und B12. Einerseits werden bestimmte B-Vitamine für die Blutbildung benötigt; andererseits spielen diese B-Vitamine beim Energiehaushalt eine wichtige Rolle. Auch das Nervensystem profitiert von diesen Vitaminen: Besonders B12, B6 und B1 sind für das Wohlbefinden und eine stabile Psyche wichtig – die idealen Begleiter also, wenn Belastbarkeit und mentale Stärke gefragt sind.

B-Vitamine

ZINK IN DER SCHWANGERSCHAFT

Dein Zinkbedarf steigt in der Schwangerschaft um rund ein Drittel. Das Spurenelement sorgt dafür, dass Zellen sich ordnungsgemäß teilen, trägt zur Fruchtbarkeit bei und greift dem Immunsystem von Mutter und Kind unter die Arme. Achte bereits ab dem aufkommenden Kinderwunsch auf eine ausreichende Versorgung.

Zink
Zink in der Schwangerschaft
Jod in der Schwangerschaft

JOD IN DER SCHWANGERSCHAFT

Sowohl die werdende Mama als auch der Nachwuchs brauchen Jod: Denn dein ungeborenes Baby bildet bereits ab der 12. Woche selbstständig Schilddrüsenhormone. Dafür bedient es sich am Jod-Speicher der Mutter. Da eine ausreichende Versorgung mit Jod in der Schwangerschaft oft nicht alleine über eine ausgewogene Ernährung sichergestellt werden kann, sollten Schwangere zusätzlich täglich 100-150 µg Jod in Form von Supplementen einnehmen. Bei Schilddrüsenerkrankungen soll vorab Rücksprache mit dem behandelnden Arzt gehalten werden.

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MAGNESIUM IN DER SCHWANGERSCHAFT

Der der Bedarf an Magnesium steigt in der Schwangerschaft zwar nur gering an, doch um die Muskelfunktion zu unterstützen, sollten trotzdem magnesiumreiche Lebensmittel in den Ernährungsplan integriert werden. Dazu zählen beispielsweise Haferflocken, Hirse, Gerste oder Buchweizen.

Magnesium
Magnesium in der Schwangerschaft
Calcium in der Schwangerschaft

Calcium in der Schwangerschaft

Die alte Weisheit, dass frau pro Schwangerschaft einen Zahn verliert, ist ein Mythos: Mit 1000 mg täglich bleibt der Calciumbedarf in der Schwangerschaft gleich. Gute Calcium-Lieferanten sind Milch- und Milchprodukte wie z.B. Gouda, Edamer oder Gorgonzola, Hasel- oder Paranuss und angereicherte Mineralwässer.

Calcium

VITAMIN D IN DER SCHWANGERSCHAFT

Das Sonnenvitamin wird in der Schwangerschaft für den Calcium-Haushalt, gesunde Knochen und Zähne, die Zellteilung und das Immunsystem benötigt. Schwangere haben mit 800 I.E. pro Tag zwar keinen erhöhten Bedarf, doch die körpereigene Vitamin-D-Produktion ist in unseren Breiten vor allem von Oktober bis März nur sehr eingeschränkt möglich.

Vitamin D
Vitamin D in der Schwangerschaft
Omega-3-Fettsäuren (DHA)

OMEGA-3-FETTSÄUREN (DHA)

Vor allem die Omega-3-Fettsäure DHA spielt eine wichtige Rolle für die gesunde Entwicklung von Gehirn- und Sehfunktion. Ernährungsgesellschaften empfehlen Schwangeren daher, täglich mindestens 200 mg DHA zuzuführen. Die DGE empfiehlt Schwangeren daher 1-2 Fischmahlzeiten pro Woche im Hinblick auf die Versorgung mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren und als ergiebige Quelle für Jod und Selen. Dabei sind fettreiche Meeresfische wie Lachs, Lachsforelle, Hering oder Makrele zu bevorzugen.

Schwangerschafts-DHA

Auch eine ausgewogene ovo-lakto-vegetarische Ernährung ist für Schwangere grundsätzlich geeignet und kann den Bedarf an den meisten Nährstoffen decken. Sich vegetarisch ernährende Schwangere haben wegen der geringeren DHA-Aufnahme einen erhöhten Bedarf an dieser Omega-3-Fettsäure.“

Anna Schönegger - Pure Encapsulations® Österreich & Deutschland

Gut versorgt mit Mikronährstoffen durch die Schwangerschaft

GUT VERSORGT DURCH DIE SCHWANGERSCHAFT

Möchtest du wissen, wie es um deine Versorgung steht? Im Rahmen einer Mikronährstoff-Analyse kannst du deinen Mikronährstoff-Status bestimmen lassen und deine Ernährung inklusive Nahrungsergänzung gezielt an deinen individuellen Bedarf anpassen – und das bereits ab dem aufkommenden Kinderwunsch.

Mikronährstoff-Status bestimmen

Wusstest du, dass dein Baby durch eine vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung schon im Mutterleib unterschiedliche Geschmacksreize kennen lernt? Denn dein Fruchtwasser schmeckt immer anders – je nachdem, was du gerade gegessen hast.

Dr. Rebecca Göngrich - Pure Encapsulations® Österreich & Deutschland

Die richtige Ernährung in der Schwangerschaft

 Die richtige Ernährung für Schwangere orientiert sich grundlegend an den allgemeinen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung. Im Hinblick auf die Mikronährstoffversorgung gibt es allerdings einiges zu beachten: Denn auch wenn der Bedarf an vielen Mikronährstoffen zwar höher ist als sonst, bleibt die Kalorienzufuhr nahezu gleich. Damit du als werdende Mami diesen Spagat schaffst, solltest du Lebensmittel essen, die eine hohe Nährstoffdichte aufweisen. Dazu zählen frisches Obst und Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milch und Milchprodukte sowie mageres Fleisch und magerer Fisch. Auf Fertigprodukte oder stark fett- und zuckerhaltige Lebensmittel solltest du aufgrund der geringen Nährstoffdichte so gut wie möglich verzichten.

 Wie sieht die richtige Ernährung in der Schwangerschaft konkret aus? Was sollten Schwangere täglich essen und welche Lebensmittel sind gut für dich und dein Baby?  Unser Ernährungsplan für Schwangere liefert dir praktische Tipps.

Täglich:

  • Genügend Flüssigkeit: Mindestens 1,5 l Flüssigkeit in Form von zuckerfreien Getränken wie Wasser, Mineralwasser, Soda-Zitrone oder ungesüßten Tees.
  • 5x Obst und Gemüse: Mindestens zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse. Ab der 13. Woche darf es eine Portion mehr sein.
  • 4x Gebäck und Beilagen: Vorzugsweise Vollkornprodukte. Aber der 13. Woche dürfen es 5 Portionen pro Tag sein. Hinzu kommen 3 Portionen Milch- und Milchprodukte täglich.

Wöchentlich:

  • Fleisch: Maximal 3 Portionen Fleisch pro Woche sind in der Schwangerschaft erlaubt. Achte darauf, nur gut durchgebratenes Fleisch zu dir zu nehmen, das für mindestens zwei Minuten über 70°C erhitzt worden ist.
  • Fisch: Um den Bedarf an der Omega-3-Fettsäure DHA zu decken, sollten Schwangere 1-2 Portionen Fisch pro Woche essen – oder aufgrund der möglichen Schadstoffbelastung auf hochwertige Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel) zurückgreifen.
  • Eier: In der Schwangerschaft kannst du pro Woche bis zu 3 Eier essen. Rohe Eier – z.B. in Form von Tiramisu oder Schokomousse solltest du meiden. Auch an rohem Kuchenteig solltest du in der Schwangerschaft nicht naschen.

Sparsam:

  • Fette und Öle: Täglich 1-2 Esslöffel hochwertige Öle, Nüsse oder Samen sind ausreichend. Butter oder Schmalz sollten sparsam verwendet werden.
  • Süßspeisen: Genieße Mehlspeisen und Süßigkeiten in der Schwangerschaft nur in Maßen. Schlägt der Heißhunger zu, greife lieber zu Datteln oder einer Handvoll Nüsse.
  • Knabbergebäck: Chips, Erdnussflips und Co: Auch auf salziges Knabbergebäck solltest du in der Schwangerschaft so gut es geht verzichten.
Ernährung in der Schwangerschaft

(c) Stiefkind Fotografie

Nicht jeder Tag muss perfekt sein! Es ist in Ordnung, auch mal zu naschen oder ausnahmsweise mit der Tiefkühlpizza auf der Couch zu landen. Ein Ausrutscher hier und da hat keine negativen Auswirkungen auf dein Baby.

Dr. Birgit Schiel - Pure Encapsulations® Österreich & Deutschland

Was sollte eine Schwangere nicht essen?

  • Roher Fisch: Dazu gehören Sushi, Räucherlachs und gebeizte Forelle. Verzichte als Schwangere auch auf unvollständig gegarten Fisch.
  • Rohes Fleisch: Verzehre Fleisch nur vollständig durchgebraten. Verzichte auf Salami, Rohschinken Mettwurst und vorgeschnittene Wurstwaren.
  • Vorgeschnittene Vitamine: Meide vorgeschnittenes, verpacktes Obst und Gemüse, verpackte Salate sowie rohe Sprossen und Keimlinge.
  • Frische Säfte (Supermarkt): Auch bei frisch gepressten Säften aus dem Supermarkt solltest du in der Schwangerschaft lieber vorsichtig sein.
  • Rohmilchprodukte: Meide Sauermilchkäse und Produkte aus Rohmilch (Camembert, Schafkäse). Käseaufschnitt solltest du nur in kleinen Mengen essen.
  • Rohe Eier: Dazu gehören Tiramisu und Mayonnaise. Auch an rohem Kuchenteig solltest du in der Schwangerschaft nicht naschen.
  • Buffets: Werden Mahlzeiten unter 65°C über längere Zeit warmgehalten, sollten Schwangere Frauen lieber einen Bogen darum machen.

Nicht nur emotional, sondern auch in Hinblick auf die Ernährung besteht in der Schwangerschaft ein starkes Band zwischen Mutter und Kind. So ist der Nährstoffhaushalt der beiden unweigerlich miteinander verbunden.

Dr. Rebecca Göngrich - Pure Encapsulations® Österreich & Deutschland

Brauche ich in der Schwangerschaft mehr Vitamine?

Der Bedarf an vielen Vitaminen und anderen Mikronährstoffen ist in der Schwangerschaft erhöht, da das Baby über den Nährstoffhaushalt der Mutter mitversorgt wird. So verdoppelt sich in der Schwangerschaft zum Beispiel dein Eisenbedarf. Der Bedarf an Folsäure erhöht sich um stolze 83%. Auch auf die Versorgung mit B-Vitaminen, Jod, Magnesium, Calcium, Vitamin D, Zink und Omega-3-Fettsäuren, wie besonders DHA, solltest du in der Schwangerschaft besonders achten. Die Basis für einen Mikronährstoffhaushalt in Bestform ist eine abwechslungsreiche sowie ausgewogene Ernährung .

Stimmt es, dass man in der Schwangerschaft für zwei Essen soll?

Nein, das ist ein Mythos. Die Kalorienzufuhr steigt nur in den letzten beiden Schwangerschaftsdritteln moderat an. Jedoch erhöht sich der Bedarf einer Vielzahl an Mikronährstoffen – und zwar ab dem ersten Tag. Deshalb ist eine gesunde Ernährung mit ausreichend Spurenelementen, Mineralstoffen und Vitaminen für Mutter und Kind essenziell – am besten bereits ab dem Kinderwunsch.

Welche Lebensmittel sollte ich in der Frühschwangerschaft essen?

Viele Frauen sind in den ersten Wochen der Schwangerschaft von Morgenübelkeit betroffen – diese kann auch den ganzen Tag lang anhalten. Du solltest daher lieber mehrmals täglich kleinere Mahlzeiten essen und kohlenhydratreiche Zwischenmahlzeiten einlegen. Morgens kann es hilfreich sein, bereits vor dem Aufstehen einen kleinen Snack einzunehmen und etwa 20 Minuten im Bett zu warten, bis der Blutzucker steigt.

Darf ich in der Schwangerschaft Kaffee trinken?

Kaffee ist in der Schwangerschaft in Maßen erlaubt. Das im Kaffee enthaltene Koffein kann zwar über den Blutkreislauf und durch die Plazenta hindurch das Ungeborene erreichen. Doch 2-3 Tassen Kaffee pro Tag gelten als unbedenklich. Deinem morgendlichen Kaffee und dem Kaffeetratsch mit Freundinnen steht also auch in der Schwangerschaft nichts im Wege! Für werdende Mamis, die lieber ganz auf Koffein verzichten, ist entkoffeinierter Kaffee ist eine gute Alternative.

Dürfen Schwangere Alkohol trinken?

Ein Schluck Wein, ein Gläschen Sekt – das sollte doch wohl auch in der Schwangerschaft ab und zu drin sein dürfen? Doch für werdende Mütter und insbesondere das ungeborene Baby sind bereits kleine Mengen Alkohol zu viel: In Mitteleuropa sind mehr Schädigungen des Ungeborenen auf Alkohol zurückzuführen als auf Arzneimittel. Genauer gesagt kann Alkoholkonsum in der Schwangerschaft zu Wachstumsstörungen, Fehlbildungen im Gesicht und zu geistiger Behinderung führen – meist in Zusammenhang mit einer Mikrozephalie – also einem zu kleinen Kopf. Es gibt kein Zeitfenster in der Schwangerschaft, in dem Alkohol risikolos konsumiert werden kann – und das gilt auch für die kleinsten Mengen. Das Glas Wein zum Abendessen oder der Prosecco zum Geburtstag sind daher für Mamas to be absolut tabu.

Ist Rauchen in der Schwangerschaft tabu?

Dass Zigaretten nicht gesund sind, ist nichts Neues. Doch dem ungeborenen Baby schnüren das im Zigarettenrauch enthaltene Nikotin und Kohlenmonoxid wortwörtlich die Luft ab: Während sich Kohlenmonoxid anstelle von Sauerstoff an die roten Blutkörperchen heftet, die das Kind über die Plazenta versorgen, führt Nikotin dazu, dass sich die Blutgefäße zusammenziehen. Rauchen beeinträchtigt somit nicht nur die Blutversorgung, sondern auch die Sauerstoff- und Nährstoffzufuhr des ungeborenen Kindes.

Darf ich in der Schwangerschaft Medikamente nehmen?

Während bestimmte Medikamente in der Schwangerschaft nötig oder hilfreich sind, können andere dem Ungeborenen schaden. Anders als in der Vergangenheit angenommen, ist die Plazenta für die meisten Arzneistoffe durchlässig, sodass bestimmte Medikamente auch zum Ungeborenen durchdringen können. Egal ob Hustensaft, Schmerzmittel oder Nasenspray – die Hausapotheke sollte nicht ohne Rücksprache mit deinem Arzt oder Apotheker zum Einsatz kommen. Das gilt auch für rezeptfreie Medikamente, pflanzliche Arzneimittel oder äußerlich anzuwendende Präparate.

Quellen

1 Deutsche Gesellschaft für Ernährung; Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft; DGEinfo 2018; https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/bevoelkerungsgruppen/schwangere-stillende/handlungsempfehlungen-zur-ernaehrung-in-der-schwangerschaft/?L=0; abgerufen am 9.2.21

2 Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung; Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr; 2017, Aufl 2

3 Seper K., et al.; Richtig essen von Anfang an! Basisliteraturbericht Ernährung in der Schwangerschaft - Update 2013/14; AGES, BMG & HVB 2014

4 Huch R., Bauer Ch.; Mensch Körper Krankheit; Urban & Fischer Verlag 2004

5 Schlieper C.A.; Grundfragen der Ernährung; Verlag Dr. Felix Büchner – Verlag Handwerk und Technik G.m.b.H. 2007

6 Mutschler E.; Arzneimittelwirkungen kompakt – Basiswissen Pharmakologie/Toxikologie; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft mbH Stuttgart 2005

7 Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung; Ausgewählte Fragen und Antworten zu Folat; DGE 2021; https://www.dge.de/wissenschaft/weitere-publikationen/faqs/folat/?L=0

8 Aue K.; Ernährung in der Stillzeit; Deutsche Apothekerzeitung 2011; https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-25-2011/ernaehrung-in-der-stillzeit, abgerufen am 22.2.21

9 GKK Steiermark; Rundum gsund von Anfang an; Steiermärkische Gebietskrankenkasse 2021

10 Health Claims Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission; Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel; Amtsblatt der Europäischen Union 2012

11 Lange-Ernst M.E.; Thunfisch & Co – Für Schwangere und Stillende ein Risiko; Berufsverband der Frauenärzte e.V. 2009; https://www.bvf.de/aktuelles/pressemitteilungen/meldung/news/thunfisch-co-fuer-schwangere-und-stillende-ein-risiko/, abgerufen am 18.2.21

12 Hilbig A.; Ernährung in der Schwangerschaft und Stillzeit; Ernährungsumschau 2013

13 Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung, Schweizerische Gesellschaft für Ernährung; Einnahme von Nahrungsergänzungen in der Schwangerschaft ; DGE 2021 https://www.dge.de/presse/pm/einnahme-von-nahrungsergaenzungsmitteln-in-der-schwangerschaft/

14 Bundesinstitut für Risikobewertung; Jod, Folat/Folsäure und Schwangerschaft; BfR 2014;  https://www.bfr.bund.de/cm/350/jod-folat-folsaeure-und-schwangerschaft.pdf

15 Ekmekcioglu C., Marktl W.; Essenzielle Spurenelemente: Klinik und Ernährungsmedizin; Springer-Verlag/Wien 2006

16 Souci/Fachmann/Kraut; Online Datenbank; medpharm Scientific Publishers 2019

17 Bundesinstitut für Risikobewertung; BQVV empfiehlt während der Schwangerschaft und Stilllzeit den Verzehr bestimmter Fischarten einzuschränken; BfR 1999; https://www.bfr.bund.de/de/presseinformation/1999/07/bgvv_empfiehlt_waehrend_der_schwangerschaft_und_stillzeit_den_verzehr_bestimmter_fischarten_einzuschraenken-866.html

Header-Foto: (c) Ella Olsson

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