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Jakob Herrmann

Sportlerportrait

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Skibergsteiger, Gleitschirmflieger, Mittelschullehrer – Pure Athlet Jakob Herrmann ist ein echter Allrounder. Wie der Salzburger mit Rückschlägen umgeht und warum ihn Training bei Schlechtwetter besonders motiviert.

Eigentlich war ihnen der Sieg schon sicher: Jakob Herrmann und sein spanischer Teampartner Kilian Jornet liegen auf den letzten Metern der Pierra Menta in den französischen Alpen über sechs Minuten in Führung. Nur noch ein Anstieg und eine Abfahrt sind zu bezwingen, als Kilian Jornet nach einem Waldstück ungewöhnlich lange auf sich warten lässt. Als er mit einer Minute Verspätung auftaucht, ist sofort klar, dass etwas nicht stimmt. Er sei gestürzt, aber alles sei in Ordnung, sagt er auf Nachfrage und verkneift sich die Schmerzen. Wadenbeinbruch wird die Diagnose später lauten. Trotzdem quält sich der Spanier noch einige Meter des letzten Anstieges hinauf. Doch Jakob Herrmann sieht, dass es so nicht geht. Er ruft für seinen Teamkollegen die Rettung und beendet damit das Rennen.

Herrmann Jakob beim Aufstieg

Den Blick nach vorne richten

„Ich hab das ein paar Tage nicht realisieren können, dass wir nicht gewonnen haben“, sagt Jakob Herrmann rückblickend im Gespräch. Nach dem Rennen zieht er sich für ein paar Tage zurück, dreht das Handy ab, nimmt sich Zeit zum Nachdenken. Kilian und er seien die „Sieger der Herzen“, schreiben ihm Fans und Freunde später. „Die zweifellos beste Performance eines österreichischen Skibergsteigers bis jetzt“, nennt das Szeneportal skimo.at Herrmanns Leistung. Nur am Ergebnis der Pierra Menta ließe sich das eben nicht ablesen, sagt der Athlet. „Ich denke mir aber inzwischen: Schwamm drüber.“ Dafür kann der Salzburger Ausdauerspezialist auf eine Reihe von Erfolgen bei prestigeträchtigen Skitourenrennen verweisen. Die jüngsten Highlights: zwei Worldcup-Podiumsplätze im Individualbewerb im Jahr 2017 sowie der Sieg beim Langdistanzrennen Altitoy Ternua 2018 – übrigens ebenfalls im Duo mit Kilian Jornet.

Angefangen hat die Leidenschaft zum Bergsport für Jakob Herrmann während seiner Kindheit in Werfenweng im Salzburger Land. Inspiriert vom Hobby seines Vaters wird er als 14-Jähriger bereits Österreichs jüngster Gleitschirmpilot. Während der Schulzeit nimmt Herrmann – Jahrgang 1987 – an Abfahrtsrennen teil, doch „so richtig Lust zum Rennfahren hatte ich nie“, wie er heute sagt. Ausdauerdisziplinen wie das Skitourengehen sind es, die ihn reizen. Mit 19 Jahren überredet ihn ein Freund zur Teilnahme am größten Skitourenrennen Österreichs, der Mountain Attack in Saalbach-Hinterglemm. Danach geht es steil bergauf: 2009 kommt Herrmann zum frisch gegründeten Skibergsteigen-Nationalteam, seit 2015 trainiert er im Olympiazentrum Rif bei der mehrfachen Triathlon-Staatsmeisterin Monika Stadlmann. Diese Zeit nennt er seinen „Durchbruch“. Er konzentriert sich immer mehr auf den Sport und fährt die ersten Top-Ergebnisse ein.

Sieg über den Schweinehund

Was ihn dabei antreibt? Besonders das Besiegen des inneren Schweinehundes, etwa beim Training bei Schlechtwetter. Bei Regen auf Tourenskiern zu trainieren, sei für ihn manchmal eine Überwindung. Doch danach fühle er sich dreimal so gut wie nach einem Training bei Sonnenschein: „Weil ich weiß, dass ich bei so einem Sauwetter draußen war, komme ich voller Motivation nach Hause und belohne mich danach.“ Etwa mit einem selbstgekochten Gericht oder einem Stück Kuchen – das Kochen und das Backen gehören zu Herrmanns Lieblingsbeschäftigungen in der Freizeit.

Daraus, und aus seiner Tätigkeit als Kochlehrer, ergibt sich auch seine Expertise im Bereich Ernährung. „Viele sagen wahrscheinlich, der Jakob hat einen Vogel, bei dem dreht sich alles ums Essen.“ Aber gerade bei Etappenrennen merke er: Dadurch, dass er sich mehr Gedanken z. B. über die ideale Anzahl von Kohlenhydrate-Gels macht, ist er gegenüber Mitbewerbern im Vorteil. Zusätzlich verlässt er sich auf PURE-Mikronährstoffe wie Magnesium, BCAAs und Zink.

Am Montag nach einem Wettkampf geht es für Jakob Herrmann üblicherweise in die Schule. Herrmann unterrichtet Kochen und Mathematik in der Neuen Mittelschule Bad Vigaun. Besonders gefällt ihm an seiner Arbeit der Kontrast: „Einerseits das Kochen, das die Kinder extrem lieben, in Verbindung mit gesunder Ernährung und wie man Lebensmittel richtig zubereitet. Und andererseits die Mathematik, wo ich eine ganz andere Seite der Kinder sehe und ich eher der seriöse Lehrer bin.“

„Österreich als Skination Nr. 1 hinkt hinterher“

Um mit dem Training zu Rande zu kommen, hat er seine Lehrverpflichtung auf die Hälfte zurückgeschraubt. Als Skibergsteiger nur vom Sport zu leben, sei schwierig. Anders als in Italien oder Frankreich ist das Skibergsteigen beim österreichischen Bundesheer zahlenmäßig schwach repräsentiert, aktuell gibt es beim Heeressport nur einen Platz – und der ist besetzt. Herrmann wünscht sich, dass das Skibergsteigen in Österreich stärker als Wettkampfsportart anerkannt wird: „Ich hoffe auf bessere Betreuungsmöglichkeiten und Möglichkeiten zum berufsbegleitenden Sport. Wir in Österreich als Ski-Nation Nr. 1 hinken da hinterher.“

Inzwischen ist sein spanischer Teamkollege Kilian Jornet wieder zurück im Training. Das Duo plant, im nächsten Jahr wieder gemeinsam zu starten. Es gäbe da ja ein paar Rechnungen zu begleichen.

Vorschaubild © ÖSV/Bernhard Hörtnagl

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