close
close
Österreich
Deutschland
DACH-Raum Apotheke finden

Europa
Europe Onlineshop
close
Looks like you are in United States.
Why not visit our online shop?

Yes, please
No, thanks
close
Healthy News

Um leichter zu leben, braucht es nicht viel:

Vor allem, wenn alle Tipps und Tricks zu gesunder Ernährung und einem unbeschwerten Lebensstil direkt in dein Postfach flattern. Abonniere jetzt unseren Blog und staune jeden Monat aufs Neue, wie leicht es sich mit Mikronährstoffen durchs Leben tanzen lässt.

Du bekommst gleich noch eine Bestätigungs-E-Mail zugeschickt. Erst mit der Bestätigung dieser E-Mail erhältst du unseren Newsletter. Deine Einwilligung kannst du jederzeit widerrufen.

Sport in der Schwangerschaft

scroll

Als Profi-Sportlerin wirft eine Schwangerschaft noch mehr Fragen auf, als gewöhnlich. Darf ich jetzt denn keinen Sport, keine Wettkämpfe mehr machen? Pure Athletin Julia Gajer berichtet über ihre persönliche Trainings-Strategie während der Schwangerschaft.

Ein positiver Schwangerschaftstest bewirkt in den allermeisten Fällen große Freude. Für sportlich sehr aktive Frauen mischt sich aber schnell auch etwas Unsicherheit unter die Euphorie: Was kann, was darf ich an sportlichen Aktivitäten denn jetzt noch tun?

Während man über die Ernährung in der Schwangerschaft schnell reichhaltige und vielfach wissenschaftlich belegte Informationen findet, sieht es mit den Sport-Empfehlungen für Schwangere sehr viel dürftiger aus. Oft liest man, dass moderate Bewegung förderlich für Mutter und Kind ist. Was genau das heißt wird aber offen gelassen. So fühlte auch ich mich als aktive Triathletin zu Beginn meiner Schwangerschaft ziemlich unsicher bezüglich der Frage wie viel ich jetzt noch trainieren kann. Da ich dieses Thema aber für sehr wichtig halte, möchte ich hier meine Erfahrungen weitergeben und sportlich aktive Frauen ermutigen, auch in der Schwangerschaft weiterhin aktiv zu bleiben. Wohlgemerkt verläuft jede Schwangerschaft anders, daher können meine Hinweise nur als allgemeine Orientierungshilfe verstanden werden.

Zunächst habe ich mir Informationen von medizinischem Fachpersonal (Arzt, Hebamme) geholt. Hier hieß es, dass ich alles tun könne, was ich auch bisher schon getan hätte: Mein Körper würde mir schon zeigen, was geht und wo die Grenzen liegen. Ausgenommen hiervon sind natürlich High-Impact-Sportarten sowie Sportarten mit großer Sturzgefahr, aber hierzu zählt Triathlon ja nicht. Folgende drei Ratschläge sind die Grundpfeiler, an die ich mich beim Training während meiner Schwangerschaft gehalten habe und mit denen ich mich auch jetzt in der 30. Woche noch fit und sehr wohl fühle:

  1. Abstimmung mit dem betreuendem Arzt, ob medizinische Gründe vorliegen, die gegen ein Training in der Schwangerschaft sprechen.
  2. Auf das Körpergefühl hören.
  3. Auf Bekanntes setzen, keine neuen Dinge ausprobieren.

Als ich zu Beginn das medizinische OK für Sport erhielt, versuchte ich also erst einmal, mein Training von vor der Schwangerschaft in angepasstem Maße fortzusetzen. Grundsätzlich vermeide ich nahezu sämtliche Intensitäten und trainiere lediglich im Grundlagenbereich. Zudem achte ich noch mehr auf eine ausreichende Wasserversorgung während der Einheit und eine schnelle und ausgewogene Energieversorgung danach. Nüchternes Training eignet sich übrigens nicht für die Schwangerschaft. Ich habe mich zudem immer sehr genau an meinem Befinden orientiert. Die meiste Zeit fühle ich mich fit und leistungsfähig, aber es gibt auch Tage, an denen ich sehr müde bin. Hier tausche ich dann auch mal den Sport gegen das Sofa.

Zu den einzelnen Disziplinen

Schwimmen in der Schwangerschaft:

Hier kann ich bis heute nahezu uneingeschränkt trainieren, da der Körper den Einfluss der Schwerkraft im Wasser nicht spürt und man sich einfach sehr wohl fühlt. Natürlich bin ich mit Fortschreiten der Schwangerschaft langsamer geworden, dies war mir jedoch nicht wichtig. Ich habe mich lediglich daran orientiert, eine jeweils für mich adäquate Belastung zu erzielen.

Radfahren in der Schwangerschaft:

Auch hier kann man im Prinzip normal trainieren. Aufgrund der Unfallgefahr fahre ich jedoch nicht im normalen Straßenverkehr, sondern auf einem Rollentrainer.

Laufen in der Schwangerschaft:

Hier gibt es wohl die größten individuellen Unterschiede. Ich hatte im Vorfeld schon sehr viele unterschiedliche Erzählungen von Läuferinnen und Triathletinnen gehört und war gespannt, wie es sich bei mir verhalten würde. Oberste Prämisse war dabei immer, dass ich mich beim Laufen wohlfühlen wollte und aufhören würde, sobald es sich unangenehm anfühlt. Bis jetzt habe ich jedoch das Glück, noch ganz normal laufen zu können und genieße dies in vollen Zügen. Jeder Lauf, den ich noch machen kann, ist wie ein kleiner Bonus.

Auch hier habe ich natürlich über den Verlauf der Schwangerschaft die Anzahl, die Dauer der Einheiten und natürlich das Tempo angepasst. Immer wieder erlebe ich es nun, dass ich von anderen Leuten, die mich laufen sehen, vorwurfsvoll oder verständnislos angeschaut werde, dazu möchte ich sagen: So lange medizinisch alles in Ordnung ist und man sich wohl in der Laufbewegung fühlt, spricht – meines Erachtens – nichts gegen ein Lauftraining in der Schwangerschaft!

Kraft- und Athletiktraining während der Schwangerschaft:

Auch hier, ähnlich wie beim Laufen, könnte man meinen, dass eine Schwangerschaft und Krafttraining sich ausschließen. Ich habe es, selbstverständlich in angepasster Form, für mich jedoch als extrem wertvoll empfunden. Natürlich stemme ich keine großen Gewichte, sondern setze vermehrt auf Übungen mit dem eigenen Körpergewicht. Auch trainiere ich seit dem 2. Trimester meine geraden Bauchmuskeln nicht mehr isoliert. Ich bin aber der Meinung, dass dieses regelmäßig durchgeführte Training mit dazu beiträgt, dass ich bisher von Beschwerden wie z. B. Rücken- oder Ischiasschmerzen verschont geblieben bin.

Es spricht also meiner Meinung nach nichts dagegen, sein Training in angepasster Form während der Schwangerschaft fortzusetzen. Orientiert euch an eurem Körpergefühl und ihr werdet sehen, dass euch euer Körper sehr genau sagt, was geht und was nicht (mehr) – sofern ihr ihm aufmerksam zuhört. Zugleich fühle ich mich nach dem Sport sehr viel wohler und ausgeglichener und es heißt schließlich: Was der Mama gut tut, ist auch gut fürs Baby!

Blog abonnieren
Das könnte dich auch interessieren