In Form von L-Arginin baut der Körper die semi-essenzielle Aminosäure Arginin in Moleküle wie Botenstoffe oder Proteine ein. Da der menschliche Körper L-Arginin selbst herstellen kann, gilt es als semi-essenziell. Unter bestimmten Bedingungen (z. B. Niereninsuffizienz) kann der Organismus den Bedarf jedoch nicht vollständig aus der Neubildung abdecken, daher ist in diesen Situationen eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung wichtig. Pro Tag nimmt ein Mensch etwa 4-6 g L-Arginin zu sich: Reich an Arginin sind Kürbiskerne, Nüsse (Erdnüsse, Pinienkerne, Cashews, Mandeln) oder Pseudogetreide (Quinoa, Buchweizen) aber auch Huhn, Eier, Lachs oder Garnelen. Pure Encapsulations® bietet dir qualitativ hochwertige Aminosäuren, die dich bei der Deckung deines täglichen Bedarfs unterstützen: Die Arginin Kapseln sind frei von unnötigen Zusatzstoffen und bieten dir eine zuverlässige Option für deinen Alltag.
- Der deutsche Chemiker Ernst Schulze isolierte gemeinsam mit seinem Doktoranden Ernst Steiger erstmals 1886 L-Arginin aus Lupinenkeimlingen.
- Arginin ist Ausgangsstoff für die Bildung von Stickstoffmonoxid (NO), einem wichtigen Molekül für die Gefäße und den Blutdruck.
- Über den Harnstoffzyklus, der für die Entgiftung von Ammoniak verantwortlich ist, kann L-Arginin vom Körper selbst synthetisiert werden.
- Pinienkerne, Erdnüsse und Cashews sind besonders reich an Arginin.
- Bei körperlicher Leistungsfähigkeit und Sport kann Arginin unterstützen: Der positive Einfluss auf die Durchblutung unterstützt den Sauerstofftransport zu den Muskeln.
- Wusstest du, dass das Herpesvirus für seine Vermehrung L-Arginin benötigt? Daher sollten Arginin-reiche Lebensmittel bei Herpesinfektionen vermieden werden: Das kann das Wachstum des Virus hemmen.
- Arginin ist außerdem ein wichtiger Faktor für die Kollagensynthese und den Zellaufbau, und ist daher auch für die Wundheilung wertvoll.
Als Vorstufe des gasförmigen Neurotransmitters Stickstoffmonoxid (NO) übt Arginin eine Wirkung auf das Blutgefäßsystem aus. NO reguliert viele Funktionen des Endothels, das so zu sagen die „Innenverkleidung“ der Blutgefäße ist. NO bestimmt hier über den Gefäßtonus, wirkt gefäßerweiternd und verringert die Thrombozytenaggregation, also die Verklumpung der Blutplättchen. Dadurch ist Arginin mit dem Blutdruck verbunden. Dank dieser Eigenschaften (positiver Einfluss auf die Durchblutung) wird Arginin auch eine Wirkung auf das männliche Erektionsvermögen zugesprochen. Beispielsweise nahmen in einer Studie der Universität Köln 26 Probanden mit Potenzbeschwerden täglich Arginin Kapseln (1,5 mg) ein. Nach 7 Wochen stellten 73 % der Teilnehmer eine verbesserte Erektionskraft fest. Viele weitere wissenschaftliche Publikationen zeigen Effekte von L-Arginin auf die Potenz. Darüber hinaus scheint Arginin eine Wirkung für die Psyche zu haben. Für Phasen von chronischem Stress oder bei Angstzuständen gibt es Belege, dass L-Arginin, in Kombination mit der Aminosäure L-Lysin, entlasten und das Level der Stresshormone reduzieren kann.
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Einzelnachweise
- Gröber U.; Metabolic Tuning - Prävention - Therapie; Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft 2011; Aufl 3
- Aminosäuren; Georg Thieme Verlag KG;https://viamedici.thieme.de/lernmodul/548783/539486/aminos%C3%A4uren+struktur, abgerufen am 17.02.2025
- Souci et al.; Online Datenbank; medpharm Scientific Publishers
- Schuster N.; Arginin – Aminosäure mit Potenz(ial)?; Pharmazeutische Zeitung online;https://preview-ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/aminosaeure-mit-potenzial-142882/?utm_source=chatgpt.com, abgerufen am 21.02.2025
- Aminosäuren und ihre Bedeutung für die Potenz; Harvest & von Melle AG;https://www.aminosaeure.com/aminosaeuren-und-ihre-anwendungsgebiete/potenz.html?utm_source=chatgpt.com; abgerufen am 24.02.2025
- Klotz T. et al.; Effectiveness of oral L-arginine in first-line treatment of erectile dysfunction in a controlled crossover study; Urol International 1999; 63:220-223
- Smriga M. et al.; Oral treatment with L-lysine and L-arginine reduces anxiety and basal cortisol levels in healthy humans. Biomed Res. 2007; 28(2):85-90
- Schulze E., Steiger E.: Ueber einen neuen stickstoffhaltigen Bestandtheil der Keimlinge von Lupinus luteus; Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft 1886; 19(1):1177–1180