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Schlaf gut

Damit die Nacht nicht zum Albtraum wird

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Schlafen muss jeder. Ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch durchschnittlich mit Schlafen. Im besten Fall, denn die Idylle ist heutzutage stark gefährdet.

Manche machen gern die Nacht zum Tag, andere können es gar nicht erwarten, ins Land der Träume abzugleiten – feststeht: Menschen und Tiere brauchen Schlaf. Warum dem so ist, das gibt Wissenschaftlern bis heute Rätsel auf; unumstritten ist aber: Schlaf stärkt maßgeblich unsere Gedächtnisleistung und ist für einen gesunden Organismus essentiell.

Schlafen setzen wir mit ruhigem Körper und ruhigem Geist gleich. Doch wir könnten kaum mehr irren: Schon in den 1950er Jahren wurde erkannt, dass das Gehirn im Schlaf fast so aktiv ist, wie im Wachzustand. Es sorgt einerseits dafür, dass sich sämtliche Funktionssysteme des Körpers verändern: Von Atmung und Kreislauf bis Wärmehaushalt, von Hormonregulation bis Muskeltonus. Darüber hinaus sinken Körpertemperatur, Puls und Blutdruck ab, um in der zweiten Hälfte der Nacht erneut anzusteigen. Vor allem aber „mistet“ das Gehirn aus und schafft Platz, um neue Informationen zu speichern. So können wir Ereignisse besser verarbeiten und zugleich unser Immunsystem stärken.

Schlaf ist nicht gleich Schlaf.

Doch Schlaf ist nicht gleich Schlaf: Der NonREM (REM - Rapid Eye Movement)-Schlaf etwa besteht der aus dem „Einschlafstadium“, dem „leichten Schlaf“ sowie dem „Tiefschlaf“. Hier sind sowohl der Bewegungsapparat als auch das Gehirn im Ruhemodus. Im Gegensatz dazu ist die REM-Phase die Zeit intensiver Träume. Hier kommt es zwar auch nur zu minimalen Bewegungen, dafür ist das Gehirn umso aktiver. Ein gesunder Nachtschlaf ist in REM- und NonREM-Phasen unterteilt, die jeweils etwa 80 bis 100 Minuten dauern und vier- bis sechsmal pro Nacht auftreten.

Wie tief oder lange wir schlafen, ist dabei individuell verschieden und von äußeren Umständen wie Arbeitszeiten, aber auch Lebensphasen abhängig. So brauchen Säuglinge zwischen 16 und 18 Stunden Schlaf. Bis ins Erwachsenenalter reduziert sich diese Zeit deutlich. Wir finden die für uns passende, ganz persönliche Schlafdauer, die in der Regel bei etwa acht Stunden liegt. Erst mit fortschreitendem Lebensalter tritt eine andere Art von Veränderung auf: Zwar schlafen ältere Menschen nicht weniger, aber meist verschiebt sich der Schlaf-Wach-Rhythmus nach vorne. Sie haben einen „leichteren“ Schlaf, einen kürzeren Tiefschlaf und leiden häufig unter Durchschlafstörungen.

Probleme, die zwar mit dem Alter zunehmen, aber generell jeden treffen können: Etwa 18-25% der Bevölkerung leidet laut Studien zumindest vorübergehend unter Ein- und/ oder Durchschlafstörungen. Ruhelose Beine und Muskelzuckungen, ungewöhnliche Schläfrigkeit während des Tages, Albträume, Atemaussetzer (Schlafapnoe), nächtliches Aufschrecken und Schlafwandeln – die Liste möglicher Schlafstörungen ist lang. Bei 10-15% aller Erwachsenen sind diese Schlafstörungen mittlerweile chronische Beschwerden. Die damit einhergehenden Auswirkungen reichen von Müdigkeit und Reizbarkeit, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Gedächtnisproblemen und Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, erhöhter Unfallgefahr und vermehrten Krankheitsausfällen.

Während bestimmte Erkrankungen Schlafprobleme auslösen können, sind beim Großteil der Betroffenen die Gründe im Lebensstil zu finden: Spätes, kalorienreiches Essen etwa, aber auch Rauchen, Alkohol, Drogen oder hinausgezögertes Zu-Bett-Gehen sind bekannte Trigger von Ein- und Durchschlafproblemen. Darüber hinaus können sich Wärme und Helligkeit im Schlafzimmer, Lärm, Fernsehen und ausgedehnte Computernutzung vor dem Einschlafen sowie mangelnde körperliche Bewegung und fehlende soziale Bindungen negativ auswirken.

Am Häufigsten aber liegt die Wurzel von Schlafproblemen in chronischem Stress und Depressionen. Werden diese Auslöser schnell erkannt und überwunden, verschwinden akute Schlafstörungen meist. Nicht selten aber verselbstständigt sich die Schlafstörung bereits nach wenigen Wochen: Die Ursachen spielen dann keine Rolle mehr, die Schlafstörung wird chronisch – und hartnäckig: Zwei Drittel aller Patienten mit schweren Schlafstörungen leiden bereits zwischen ein und fünf Jahren darunter, bei 40% der Betroffenen sind es sogar mehr als fünf Jahre. Die Patienten in schlafmedizinischen Ambulanzen haben durchschnittlich 12-14 Jahre Probleme mit dem Schlafen. Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollte man sich nicht nächtelang hin- und herwälzen, sondern aufstehen, etwas unternehmen und Hilfe suchen: Damit man morgen wieder gut schlafen kann!

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