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Stimmungsmacher Darm

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Wir haben ein „zweites Gehirn“. Jawohl, richtig gelesen – und es befindet sich im Darm. Bereits im 19. Jahrhundert beschäftigten sich Wissenschaftler mit der faszinierenden Beziehung zwischen Hirn und Darm.

Unser Darm weiß viel mehr, als wir denken. Viele unserer Empfindungen kommen aus unserem Darmgehirn, das für viel mehr zuständig ist, als viele Menschen annehmen. Neben der Verdauung hat der Darm auch gewisse Auswirkungen auf unsere Psyche, aber auch umgekehrt kann sich das Darmmikrobiom (auch als Darmflora bekannt) auf unser Befinden auswirken. Kein Wunder, dass wir also vor Aufregung Schmetterlinge im Bauch haben, Ärger uns auch mal auf den Magen schlagen kann oder unsere Verdauung sprichwörtlich „verrücktspielt“.

Seien wir mal ehrlich: Jeder von uns hatte in Stresssituationen schon mal einen „nervösen Magen“ oder „Blubbern im Bauch“.

Unser Darm ist schlauer, als gedacht

Den Darm nur als Verdauungsorgan zu bezeichnen, wird ihm einfach nicht gerecht. Schließlich handelt es sich bei dem rund sechs Meter langem Organ auch um das größte Immunsystem im menschlichen Körper. Als „Schaltzentrale unserer Verdauung“ analysiert unser Darm im Sekundentakt Nährstoffe und achtet darauf, dass „Unnützes“ und „Gefährliches“ möglichst rasch „abtransportiert“ wird.

Die eigentliche Faszination des Darms liegt jedoch in seiner Beschaffenheit: Der Darm wird von mehr als 100 Millionen Nervenzellen umhüllt – das sind mehr als sich in unserem gesamten Rückenmark befinden. Dieses „zweite Gehirn“, auch enterisches Nervensystem (ENS) genannt, weist extrem viele Parallelen zu unserem Kopfhirn auf: Zelltypen, Wirkstoffe und Rezeptoren sind ident. Unser zweites Gehirn fühlt und denkt also ebenfalls mit – dies zeigt sich jedoch auf andere Art und Weise.

Kopf vs. Darm?

Je tiefer im Verdauungstrakt, umso weniger hat unser Kopfhirn zu melden. Dort muss unser Kopfhirn die Herrschaft an unser Darm- bzw. Bauchhirn abtreten, das selbstständige Entscheidungen trifft. Aber keine Sorge, die zwei „Gehirne“ sind mehr Freund als Feind und kommunizieren miteinander.

Wie autonom unser Darmhirn arbeitet, erkennt man zum Beispiel daran, dass es uns, sobald es eine Gefahr erkennt, keine Zeit zum Nachdenken lässt: In Notsituationen fordert der Darm vom Kopf rasches Handeln, wird ein Giftstoff vom Darm identifiziert, so sendet das Darmhirn drei elementare Signale, um das Gift möglichst rasch zu beseitigen: Erbrechen, Krämpfe und Entleerung.

Wie kann man also die Beziehung zwischen Darm und Hirn beschreiben? Ganz einfach: Es ist kompliziert.

Die Darm-Hirn-Achse

Wie genau kommunizieren nun unser Darm und unser Gehirn miteinander? Zum einen scheint, wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge, der Vagusnerv für die reibungslose Kommunikation verantwortlich zu sein. Der Vagusnerv (größter Nerv des Parasymphatikus) ist einer unserer 12 Gehirnnerven, der für die funktionale Tätigkeit, aber auch die Entspannung unserer Organe zuständig ist. Sein Revier entspannt sich vom Hirnstamm, zu Herz und Lunge bis hin zum Enddarm.

Zum anderen scheinen für die Kommunikation zwischen Hirn und Darm auch die Zusammensetzung all unserer Mikroorganismen im Darm, das sogenannte Mikrobiom, entscheidend zu sein. Die Zusammensetzung der Darmbakterien kann Wissenschaftlern zufolge unter anderem unsere Emotionen und das Verhalten beeinflussen. Das genaue Zusammenspiel der Kommunikation zwischen der Darmflora und dem Kopfhirn ist leider noch nicht ausreichend erforscht, um genauere Aussagen über die exakten Kommunikationsflüsse in der Darm- Hirn- Achse zu treffen.

Die Forschung widmet sich aber besonders der frühen Kindheit, in der sich nicht nur die Bakteriengemeinschaft in unserem Darm entwickelt, sondern auch unser Gehirn. Es gibt Anzeichen darauf, dass gewisse Strukturen unseres Gehirns eine gut eingestellte Darmflora benötigen, um zu reifen und sich vollständig zu entwickeln. Ist dies nicht der Fall, zeigte sich beispielsweise in Studien mit Mäusen, dass ihre Stressanfälligkeit lebenslang erhöht war.

Der Darm – das Organ der Superlative – beherbergt 70 Prozent aller Abwehrzellen des menschlichen Körpers.

Forschungsgebiet: Psyche und Verdauung

Dass es einen Zusammenhang zwischen unserem psychischen Wohlbefinden und unserer Verdauung gibt, wurde eindeutig belegt. Wie sich diese Mechanismen jedoch genau beeinflussen, lässt sich leider noch nicht genau sagen. Besonders spannend und vielversprechend sind Forschungsergebnisse an Nagetieren aus dem Jahre 2011: Im Zuge einer Studie in Ontario, Kanada wurde die Darmflora von Mäusen eines ängstlichen Stammes einer forscheren Zuchtgruppe übertragen bzw. diese ausgetauscht. Das Ergebnis: Das neue „Innenleben“ des Darms machte die Mäuse mutiger. Oder anders gesagt: Darm gut, alles gut.

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