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Zeitumstellung: Wenn die innere Uhr aus dem Takt gerät

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Am letzten Sonntag im Oktober ist es wieder soweit: Die Uhr wird eine Stunde zurückgestellt. Die Zeitumstellung ist nicht nur ein beliebtes Thema bei der Kaffeemaschine am Montag danach, sondern beschäftigt auch Wissenschaft, Forschung und die Politik. Doch warum tun wir uns die Zeitumstellung eigentlich an?

Historisch betrachtet

Eingeführt wurde die Zeitumstellung mit dem Hintergedanken, durch die bessere Nutzung des natürlichen Tageslichts Strom zu sparen. In Österreich wurde sie im Jahre 1980 beschlossen, ebenso in Deutschland. Seit diesem Jahr stellen wir die Uhrzeit zwei Mal jährlich – genauer gesagt am letzten Sonntag im März und am letzten Sonntag im Oktober – um. 1996 wurde dies für sämtliche Mitglieder der Europäischen Union vereinheitlicht.

Eine Frage der Energie

Energiesparen lautet also der Auftrag. Während hier eigentlich von elektrischem Strom die Rede ist, fühlen sich die Tage nach der Zeitumstellung oft eher nach Energiesparmodus im Körper an. Fehlt uns plötzlich eine Stunde, oder haben wir eine „zu viel“, gerät die innere Uhr schnell aus dem Rhythmus. So kann es durchaus einige Tage – oder sogar Wochen – dauern, bis sich Schlaf, Appetit und Verdauung normalisiert haben und unser Organismus seinen Takt wiedergefunden hat.

Diese und andere Auswirkungen der Zeitumstellung werden vom wissenschaftlichen Feld der Chronobiologie erforscht. Allerdings ist man sich hier alles andere als einig: Für jede Studie, die negative Auswirkungen der Zeitumstellung nachweisen will, gibt es eine andere die dem widerspricht. So ist es beispielsweise umstritten, ob sich durch den entstehenden Schlafmangel wirklich das Herzinfarktrisiko bei vorbelasteten Menschen erhöht. Ebenso ist (noch) nicht eindeutig belegt, ob sich die Zeitumstellung tatsächlich negativ auf unsere Denkleistung und Konzentrationsfähigkeit auswirkt. Trotz alledem erleben viele Menschen die Zeitumstellung als körperliche und geistige Herausforderung – ähnlich einem „Mini-Jetlag“.

Aber wie ist es denn nun um das Hauptargument für die Zeitumstellung – die Energieersparnis – bestellt? Die Antwort: nicht sehr gut. Dem deutschen Umweltbundesamt zufolge sparen wir zwar in den Abendstunden Elektrizität ein, verbrauchen diese jedoch stattdessen durch Klimaanlagen oder vermehrtes Heizen am Morgen. So hebt sich der erstrebte positive Effekt gleich wieder auf.

In unserem Körper ticken die Uhren anders

Doch woran liegt es eigentlich, dass sich unser Körper mit der Zeitumstellung so schwertut? Nun ja, unsere innere Uhr orientiert sich eben nicht daran, was Zeiger oder Display angeben, sondern in erster Linie am Tageslicht. Forscher sagen, dass uns der Umstieg im Herbst deshalb leichter fällt, weil unsere innere Uhr von Natur aus immer ein bisschen hinterherhinkt. Somit fällt es nicht so schwer, sich an die „langsamere“ Zeit – also die gewonnene Stunde – zu gewöhnen.

Im Frühjahr sieht es aber zumeist anders aus: Bereits vor der Umstellung auf die Sommerzeit, beginnt es in vielen Regionen morgens schon früher zu dämmern. Sobald es hell wird, weiß unser Körper: Es ist Zeit aufzustehen. Werden die Uhren dann Ende März allerdings zurückgestellt, klingelt der Wecker plötzlich wieder in der Dunkelheit. An diese „Überraschung“ gewöhnt sich unser Körper erst, wenn mit nahendem Sommer auch die Sonnenstrahlen nachziehen und sich immer früher blicken lassen.

Von Eulen und Lerchen

Die Zeitumstellung bleibt ein spannendes Thema. Abgesehen von der politischen und wissenschaftlichen Debatte lädt sie auch dazu ein, den eigenen Schlafrhythmus unter die Lupe zu nehmen und vielleicht genauer auf die Signale unseres Körpers zu hören. Denn für den Schlaf gibt es keine allgemeingültige Formel. Was „zu früh“ ist, ist morgens und abends ganz individuell. Forscher unterscheiden hier grob zwischen zwei Typen: Die Frühaufsteher, die sogenannten „Lerchen“, die jeden Abend früh ins Bett gehen und die „Eulen“, die nachts sehr lange leistungsfähig sind und daher morgens eine Extra-Mütze Schlaf brauchen. Natürlich gibt es hier auch zahlreiche Zwischenformen, die mehr in die eine, oder die andere Richtung tendieren.

Wie so oft im Leben ist das Schlafverhalten aber nicht nur eine Typfrage, sondern auch eine Frage des Alters. Kinder, aber auch ältere Menschen stehen oft vergleichsweise früh auf, um in den Tag zu starten. Eine Veränderung des Schlafrhythmus tritt bei allen Schlaftypen im Laufe der Pubertät ein: Ab dann schiebt sich die Hauptaktivität nämlich nach hinten und wir sind abends länger produktiv, dafür am Morgen weniger leistungsfähig. Denkt man hier an die Schulzeit zurück, erinnern sich bestimmt so einige an den täglichen Kampf, aus dem Bett zu kommen und pünktlich um 8 Uhr Höchstleistungen zu erbringen. Dieser erzwungene frühe Start in den Tag verträgt sich leider nicht mit dem Schlafverhalten der meisten Jugendlichen, wie auch eine Studie aus dem Jahr 2012 ergab.

Gute Nacht

So individuell unsere innere Uhr also auch sein mag, gibt es dennoch ein paar universelle Tipps, die den meisten Menschen helfen, besser zu schlafen:

  • auf den eigenen Körper und seine Bedürfnisse zu hören
  • am Abend fettiges, zuckerhaltiges und kohlehydratreiches Essen zu meiden
  • vor dem Einschlafen das Handy wegzulegen, denn das blaue Displaylicht stört den Schlaf

All das sind bewährte Rezepte für besseren Schlaf – aber längst kein Geheimnis mehr. Aber vielleicht ist die nächste Zeitumstellung der perfekte Anlass, um auch seine Gewohnheiten umzustellen. In diesem Sinne: Schlaf gut.

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