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Kinderwunsch: Tipps für die natürliche Familienplanung

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Ist der Kinderwunsch einmal da, so soll es möglichst schnell gehen. Für alle, die beim Warten auf Mutter Natur die Geduld verlieren, haben wir einige Tipps gesammelt, die auf dem Weg zur Schwangerschaft hilfreich sein können.

Inhaltsverzeichnis

1. Wie es mit dem Kinderwunsch klappt
2. Gesunder Start in die Schwangerschaft
3. Kinderwunsch: Das richtige Gewicht finden
4. Kann Rauchen das schwanger werden verhindern?
5. Was kann Mann tun, damit es mit dem Kinderwunsch klappt?
6. Diese Lebensmittel steigern die Fruchtbarkeit
6.1. Kinderwunsch und Antioxidanzien wie Zink, Selen, Vitamine C & E
6.2. Körpereigenes CoQ10 und Kinderwunsch
6.3. Kinderwunsch und Vitamin D
6.4. Omega-3-Fettsäuren und Kinderwunsch
6.5. B-Vitamine wie Folat bei Kinderwunsch
6.6. Kinderwunsch und L-Carnitin
6.7. Kinderwunsch und Jod

Wie es mit dem Kinderwunsch klappt

Mit dem Kinderwunsch kommt oft die Ungeduld: Nun soll es mit der Familienplanung möglichst schnell klappen! Auf dem Weg zum Wunschkind tauchen für viele Paare Fragen und Unsicherheiten auf – vor allem, wenn der Kinderwunsch vorerst ein unerfüllter bleibt: Wieso klappt es bei mir nicht, wenn es bei anderen so einfach war? Stimmt gar etwas nicht mit mir?

Ein Kind zu zeugen, erscheint zunächst einfach; doch in der Realität ist die Fruchtbarkeit von Paaren sehr komplex und kann durch viele Faktoren beeinträchtigt werden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass die natürliche Familienplanung beeinflusst werden kann. Es lohnt sich daher, bei aufkommendem Kinderwunsch die Fruchtbarkeit von Mann und Frau genauer unter die Lupe zu nehmen. 

Diese Faktoren haben einen Einfluss auf die Fruchtbarkeit: 

Gesunder Start in die Schwangerschaft

Regelmäßige Arztbesuche sind das Fundament jeder gesunden Schwangerschaft. Aber auch für den Weg dorthin ist es hilfreich, die Ärzte des Vertrauens zu Rate zu ziehen. Neben Besuchen bei Gynäkologen und Urologen, um etwaige Geschlechtskrankheiten bei beiden Partnern auszuschließen, sollten bei aufkommendem Kinderwunsch auch andere Fachärzte aufgesucht werden. Dazu zählt auch der Zahnarzt, denn bakterielle Entzündungen im Mundraum sind nicht nur schmerzhaft, sondern können sich auch auf die Fruchtbarkeit auswirken, wie eine Studie aus Finnland zeigte. Ein regelmäßiger Check-up ist die beste Vorsorge, um die natürliche Familienplanung voranzutreiben. 

Kinderwunsch: Das richtige Gewicht finden

Sich den Zahlen auf der Waage zu stellen, fällt nicht immer leicht. Doch gerade bei unerfülltem Kinderwunsch ist es wichtig darauf zu achten, dass die Waage weder zu viel noch zu wenig anzeigt. Denn: Unser Körpergewicht spielt eine Rolle beim schwanger werden. Sowohl Über- als auch Untergewicht beeinflussen den Hormonhaushalt und somit den weiblichen Zyklus, aber auch die Potenz. Für Paare mit Kinderwunsch ist es ratsam, bereits vor der Schwangerschaft auf das Gewicht im Blick zu behalten.

Bei Kinderwunsch empfiehlt es sich, auf das Gewicht zu achten

(c) Lucas Favre

Kann Rauchen das schwanger werden verhindern?

Dass Zigaretten nicht gesund sind, ist nichts Neues. Aber jeder, der es schon einmal versucht hat, weiß: Mit dem Rauchen aufzuhören, ist alles andere als einfach. Ein Kinderwunsch kann hier für die Extraportion Willenskraft sorgen, da Rauchen einen Risikofaktor für die Fruchtbarkeit darstellt. Wer seine Chancen auf eine natürliche Schwangerschaft erhöhen möchte, sollte daher schon beim aufkommenden Kinderwunsch mit dem Rauchen aufhören. 

Was kann Mann tun, damit es mit dem Kinderwunsch klappt?

Bei unerfülltem Kinderwunsch rücken auch für Männern Fragen nach der Fruchtbarkeit in den Mittelpunkt. Hier spielt vor allem die Spermienqualität eine wichtige Rolle. Zahlreiche äußere Faktoren können die Qualität der Spermien beeinflussen. Denn für die Zeugung eines Kindes ist nicht nur relevant, wie viele Spermien vorhanden sind, sondern auch, wie es diesen Spermien geht. Zu warme Temperaturen, ein ungesunder Lebenswandel, Krankheiten oder die Einnahme von Medikamenten können die männliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Wie Männer die Schwangerschaftschancen natürlich erhöhen können? Hier lautet der Ratschlag: Stress, zu enge Unterwäsche, heiße Bäder, Sitzheizungen oder regelmäßige Saunagänge vermeiden und auf eine gesunde sowie ausgewogene Ernährung achten.

Diese Lebensmittel steigern die Fruchtbarkeit

Auch unsere Ernährung hat Einfluss auf die Fruchtbarkeit. Um schwanger zu werden, sollten beide Partner daher einen Blick auf ihre Ernährungsweise sowie die damit assoziierte Mikronährstoff-Bilanz werfen.

Kinderwunsch und Antioxidanzien wie Zink, Selen, Vitamine C & E: 

Bei Männern kann die Zufuhr laut Studien dafür sorgen, dass sowohl die Anzahl der Spermien als auch ihre Beweglichkeit ansteigt. Bei Frauen haben Antioxidanzien Einfluss auf die Follikelreifung. Die wertvollen Mikronährstoffe sind in zahlreichen Lebensmitteln enthalten: Das Spurenelement Selen kommt vor allem in Heringen, Garnelen, Miesmuscheln, aber auch Sardinen, Rinderherz und Eiern vor. Eine Extraportion Vitamin C steckt in Paprika, Johannisbeeren, verschiedenen Kohlsorten und Zitrusfrüchten. Vitamin E findet sich vor allem in Weizenkeimöl, bestimmten Nüssen, Weizen, Reis, Gerste, Fenchel, Spargel und einigen Speisefischen. Besonders gute Zinklieferanten sind Austern, Emmentaler-Käse, Nüsse, Haferflocken und Linsen. Das Spurenelement Zink trägt zu einer normalen Fruchtbarkeit und einer normalen Reproduktion bei.

Körpereigenes CoQ10 und Kinderwunsch:

In gewissem Umfang kann CoQ10 von unserem Körper selbst hergestellt werden, jedoch nimmt die körpereigene Bildung mit dem Alter ab. Schon ab dem 30. Lebensjahr kann die Bildung der vitaminähnlichen Verbindung zurückgehen. Über die Ernährung kann der Körper CoQ10 nur in moderaten Mengen aufnehmen, da es in relevanten Mengen vor allem in tierischen Organen wie Schweinherz, Hühnerleber oder in Rentierfleisch enthalten ist – Nahrungsmittel, die in der Regel nicht häufig auf unserem Speiseplan stehen. Um eine ausreichende Versorgung mit dem Coenzym sicherzustellen, eigenen sich hochwertige Mikronährstoffpräparate, die CoQ10 in biologisch aktiver Form liefern – besonders für Frauen ab 35 wichtig.  

Kinderwunsch und Vitamin D: 

Bei Männern ist das sogenannte „Sonnenvitamin“ D besonders in Kombination mit Omega-3-Fettsäuren für die Fertilität wichtig. Zudem gibt es Hinweise, dass Vitamin D für den weiblichen Zyklus und die Hormonsynthese von großer Bedeutung ist. Da Vitamin D nur in geringen Mengen über die Nahrung aufgenommen werden kann, sollte man der körpereigenen Produktion vor allem während der Wintermonate unter die Arme greifen. Denn: Von Oktober bis März kann Vitamin D in unseren Breiten nicht ausreichend im Körper selbst hergestellt werden. Trotzdem besteht kein Grund zur Sorge: Können die körpereigenen Speicher im Sommer nicht ausreichend gefüllt werden und liegt dein Vitamin D-Wert daher unter 40-60 ng/ml, kann das Vitamin in praktischer Darreichungsform als Tropfen oder Kapseln supplementiert werden. 

Omega-3-Fettsäuren und Kinderwunsch: 

Eine ausreichende Versorgung mit den beiden Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA ist insbesondere für schwangere Frauen unentbehrlich: DHA ist für die kindliche Gehirnentwicklung im Mutterleib sowie für die Entwicklung der Sehkraft wichtig. Aber auch in der Stillzeit sollten Mütter auf eine ausreichende Zufuhr achten, da das Baby in dieser sensiblen Phase auf die Versorgung über die Muttermilch angewiesen ist. Darüber hinaus haben EPA und DHA einen positiven Effekt auf unser Herz-Kreislaufsystem und tragen nachweislich dazu bei, einen normalen Cholesterin- und Triglyceridspiegel sowie einen gesunden Blutdruck zu erhalten. Enthalten sind die essenziellen Fettsäuren vor allem in Seefischen wie Hering, Lachs oder Makrelen. Ausreichend Seefisch – und damit wertvolles Omega-3 – zu sich zu nehmen, ist in Küstenregionen meist kein Problem. In Binnenländern wie Österreich kann die optimale Versorgung jedoch schwieriger werden: Hochwertiger Fisch ist kostspielig und nicht immer einfach zu bekommen. Darüber hinaus mag nicht jeder den Geschmack von Fisch. Einige Fischarten können darüber hinaus mit Quecksilber und anderen Schadstoffen belastet sein. Deshalb sollten besonders schwangere und stillende Frauen bei der Auswahl von Nahrungsergänzungsmitteln auf Präparate in geprüfter Qualität vertrauen, die nachweislich frei von unerwünschten Kontaminanten sind.

B-Vitamine wie Folat bei Kinderwunsch:

Vor allem die Vitamine B6 und B12 beeinflussen gemeinsam mit Folat (Folsäure) den Homocysteinstoffwechsel in unserem Körper. Studien zufolge könnte eine hohe Homocystein-Konzentration bei Schwangeren mit Neuralrohrdefekten beim Fötus in Zusammenhang stehen. Eine ausreichende Versorgung mit B-Vitaminen ist vor allem für Frauen relevant, die vor dem Kinderwunsch auf hormonelle Verhütungsmethoden („Pille“) zurückgegriffen haben. Pille & Co. sind nämlich wahre Mikronährstoffräuber und entziehen dem Körper wichtige B-Vitamine. Frauen, die schwanger werden wollen, sollten daher rechtzeitig ein Auge auf ihren Vitamin-B-Spiegel und insbesondere den Folsäurespiegel werfen. Denn: Die entscheidende Entwicklungsphase für Neuralrohrdefekte liegt bereits innerhalb der ersten 30 Tage der Embryonalentwicklung. Um eine ausreichende Versorgung sicher zu stellen, sollten Frauen mit Kinderwunsch zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung auf eine Folatzufuhr in Form geprüfter Mikronährstoffpräparate zurückgreifen. Die Einnahme eines Folsäurepräparats sollte idealerweise spätestens vier Wochen vor Beginn der Schwangerschaft beginnen und während des ersten Drittels der Schwangerschaft beibehalten werden.

Auch für Männer und ihre Zeugungsfähigkeit ist der Homocystein-Spiegel relevant: Etwa ein Drittel der Männer mit schlechter Spermaqualität weist auch erhöhte Homocystein-Werte auf.

Kinderwunsch und L-Carnitin:

L- Carnitin ist ein wichtiger Bestandteil der Muskulatur. Da die Aminosäure hauptsächlich in Fleisch, Geflügel, Fisch und Milchprodukten enthalten ist, ist eine Ergänzung vor allem bei vegetarischer oder veganer Ernährung sinnvoll.

Kinderwunsch und Jod:

Ist unser Körper ausreichend mit Jod versorgt, kann dies die Fruchtbarkeit in der Kinderwunschphase positiv beeinflussen. Denn Jod trägt zu einer normalen Produktion von Schilddrüsenhormonen und zu einer normalen Schilddrüsenfunktion bei. Die DGE empfiehlt Schwangeren aufgrund des höheren Jodbedarfs (230 mcg / Tag), das Spurenelement zu supplementieren (100 – 150 mcg / Tag).  

Wenn unser Körper ein kleines Wunder vollbringen soll, können wir ihn durch eine ausgewogene und gesunde Ernährung perfekt unterstützen. Die ausreichende Versorgung mit wertvollen Mikronährstoffen über die Ernährung sicherzustellen, ist allerdings nicht immer einfach – vor allem, wenn unser Körper in bestimmten Lebensphasen mehr Leistung erbringen soll, als sonst. Mikronährstoffpräparate in geprüfter Qualität mit B-Vitaminen wie Folat, Antioxidanzien wie Selen und dem Spurenelement Jod tragen zur Deckung des erhöhten Bedarfs während Kinderwunsch, Schwangerschaft und Stillzeit und zum allgemeinen Wohlbefinden bei – für eine optimale Versorgung von Beginn an.    

Quellen:

Ärztezeitung (2005): Vitamin-Cocktail gibt lahmen Spermien wieder mehr Schwung:

https://www.aerztezeitung.de/Medizin/Vitamin-Cocktail-gibt-lahmen-Spermien-wieder-mehr-Schwung-334261.html

Hudson Paul (2017): Risikogruppen für einen erhöhten Homocystein-Wert, MedMix:

https://www.medmix.at/risikogruppen-erhoehten-homocystein-wert/?cn-reloaded=1

Kinderwunschcentrum Nürnberg (o.J.): Der Folsäurestoffwechsel bei Kinderwunsch

https://www.ivf-nuernberg.de/kinderwunsch-forum/ursachen/der-folsaeurestoffwechsel-bei-kinderwunsch

PTA Forum, pharmazeutische Zeitung (2018): Jod macht fruchtbar. Ausgabe 08/2018:

https://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-082018/jod-macht-fruchtbar/

Susanna Paju, Juha Oittinen, Henna Haapala, Sirkka Asikainen, JormaPaavonen & Pirkko J. Pussinen (2017):

Porphyromonas gingivalis may interfere with conception in women, Journal of Oral Microbiology, 9:1, 1330644, DOI: 10.1080/20002297.2017.1330644#

Homocysteinämie:

https://www.imd-berlin.de/fachinformationen/diagnostikinformationen/homocysteinaemie.html

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