Riesige Puzzleteile

Oligomere Proanthocyanidine

[oligo-mere-pro-anto-züa-nidine] WHAT DER WOCHE
[oligo-mere-pro-anto-züa-nidine] WHAT DER WOCHE

Mit Latein kommt man in der Pharmazie ziemlich weit. Mit Lego aber auch. Zum Beispiel beim Begriff Oligomer. Gemeint ist eine Verbindung aus wenigen Teilen. Wie die aussieht? Stellt euch einfach eine kurze Kette aus ein paar gleichen Legosteinen vor. Genau, das ist es im Prinzip. Nur mikroskopisch klein natürlich. Eine Kette aus richtig vielen Legosteinen wäre dann im Gegenzug ein Polymer. So, jetzt aber zu den Oligomeren Proanthocyanidinen, kurz OPC genannt. Entdeckt hat sie ein französischer Wissenschaftler, und zwar in der rotbraunen Haut von Erdnüssen. Rein zufällig übrigens, wie so oft bei sensationellen Entdeckungen. OPC hält sich generell gerne in Schalen, Kernen (Trauben) und Rinden (Pinien) auf. Nicht gerade das, was auf unserem täglichen Speiseplan steht. Rotweintrinker hingegen dürfen sich freuen: In jedem „Glaserl Roten“ steckt eine kleine Menge OPC aus den Schalen und Kernen der Trauben – in Maßen genossen also eine gute OPC-Quelle.

 

Verfasst von

Claudia Waidacher
Pure Encapsulations
Claudia hat das Studium Biochemie und molekulare Biomedizin erfolgreich abgeschlossen. Doch Stillstand gibt es bei ihr nicht, sie möchte am liebsten immer weiter dazulernen. Mit ihrem fantasievollen und lieben Wesen gibt sie ihr Wissen gerne an andere weiter und kümmert sich bei Pure Encapsulations um wissenschaftliche Vorträge. Zusätzlich zu ihrer Liebe zur Wissenschaft, ist Claudia ein absoluter Tiernarr.
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Disclaimer: Diese Rubrik stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit in Bezug auf die physiologische Erklärung des jeweiligen Stoffes. Der beste Ansprechpartner für umfassende Informationen sind Arzt oder Apotheker.