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Positiv denken leicht gemacht

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Im Idealfall hätte unser Gehirn ein Navigationsgerät, das uns immer warnt, wenn wir vom positiven Weg abkommen. So ist es aber leider nicht. Unsere Gedanken bei Laune zu halten, ist eine Menge Arbeit. Die gute Nachricht: Es ist erlernbar.

Sich selbst auf andere Gedanken zu bringen, kann lebensverändernde Auswirkungen haben. Denn wissenschaftlichen Studien zufolge kann positives Denken unsere Gesundheit fördern und sogar unser Leben verlängern. Das liegt daran, dass unsere Gedanken mehr Kraft haben, als uns bewusst ist. Was wir denken hat Auswirkungen auf unser Handeln und somit auch auf unseren Körper. Das zeigt sich laut Forschungsergebnissen etwa in einem niedrigeren Blutdruck, einer besseren Gewichtskontrolle oder einem gesünderen Blutzuckerspiegel. Alles scheint im Gleichgewicht, sobald es unsere Gedanken sind.

Richte deine Gedanken neu aus

Viele unserer Handlungen sind von angeborenen und angesammelten Erfahrungen geprägt. Häufig sind dies negative Erfahrungen, die unsere Entscheidungen mitbestimmen. Das ist kein Zufall, denn negative Erlebnisse werden direkt in dem Gehirnareal abgespeichert, das auch unser Gedächtnis organisiert. Aus diesem Grund verankern sich negative Ereignisse besser in unserer Erinnerung und bleiben so auch über einen längeren Zeitraum präsent. Das ist aber auch gut so, denn nur so lernen wir aus schlechten Erfahrungen und machen es beim nächsten Mal anders – und besser.

Ist dein Glas halbleer?

Der Alltag verwehrt uns häufig den positiven Blick auf das Leben: Schlüssel vergessen, Straßenbahn verpasst und der Kaffeefleck auf der neuen Bluse ist gekommen, um zu bleiben. Da heißt es einmal tief durchatmen und dafür zu sorgen, dass sich der Blick endlich auf die positiven Dinge des Lebens richtet. Ja, das kannst auch du schaffen, es ist nämlich alles eine Frage des Trainings.

Ein neuer Rahmen für alte Dramen

Starten wir unser Training mit einer Übung, die dir dabei helfen wird, Dinge, die dich bedrücken und belasten, in neue positive Erlebnisse umzudeuten. Dieses Prinzip ist unter dem Namen „Reframing“ bekannt. Beim Reframing werden unangenehme Erfahrungen, die negative Emotionen auslösen, umgedeutet – sprich in einen positiveren Rahmen oder Zusammenhang gesetzt. Lampenfieber oder Aufregung vor einer Prüfung wird mit Reframing nicht als Schwäche gesehen, die dich aus dem Konzept bringt. Stattdessen betrachtest du diese Aufregung als Aktivierung aller gelernten Inhalte, um für den Test bereit zu sein. Wenn du die Nervosität und den Stress vor Prüfungen als Teil deiner normalen Körperreaktionen auf diese besondere Situation betrachtest, bleibst du automatisch gelassener und lässt dich nicht aus dem Konzept bringen.

Die positivste To-Do Liste der Welt

Positive Gedanken verändern auf jeden Fall die Lebensqualität und das mit wenigen Schritten, die leicht in deinen Alltag integrierbar sind. Deswegen haben wir dir ein paar Tipps zusammengefasst, die dir den Weg zu positivem Denken erleichtern werden.

Führe ein Dankbarkeitstagebuch: Sich bewusst zu machen, wofür man heute dankbar war, hilft dabei, die kleinen Momente des Alltags größer zu machen. So verankerst du diese positiven Erlebnisse sowohl in deinem Notizbuch, als auch in deinem Gedächtnis.

Mach dir Komplimente: Oft vergisst man bei aller Dankbarkeit für die Dinge, die einem die Welt zur Verfügung stellt, seine eigenen Stärken und Taten. Was hast du heute besonders gut gemacht? Versuche dir jeden Abend vorm Schlafen gehen drei Dinge zu überlegen, die dir heute gut gelungen sind: beispielsweise dein Frühstücks-Smoothie; die Präsentation, die allen gut gefallen hat oder dass du laufen warst, obwohl du keine Lust hattest. Gut gemacht, gut gedacht.

Bleib‘ hier: Richte deine Aufmerksamkeit auf das Hier und Jetzt und nicht auf die Vergangenheit oder Zukunft. Versuche der Gegenwart den Stellenwert zu geben, den sie verdient hat. Vertraue darauf, dass du aus Fehlern gelernt hast und auf dem richtigen Weg bist.

Finde heraus, was dir gut-tut: Welche Aktivitäten, Momente oder Menschen tun dir gut? Mach dir bewusst, was dein Herz zum Tanzen bringt und nimm dir Zeit für diese positiven Erlebnisse im Leben. So reaktivierst du deine inneren Kräfte und deine mentale Stärke.

Raus aus der Routine: Dein Gehirn sucht stets nach neuen Reizen und sind keine da, greift es zu den negativen Gedanken, die sich erfolgreich eingenistet haben. Daher ist es beispielsweise bei Liebeskummer wichtig, rauszugehen und neue Dinge zu erleben. Unser Gehirn braucht all das, um nicht zu den negativen Reserven zu greifen. Die Lösung: Widme dich neuen Dingen. Geh einen anderen Weg in die Arbeit, probiere eine neue Sportart aus oder wage dich an neue Rezepte heran.

Der Weg zu positiven Gedanken ist frei und wartet auf dich. Beginn‘ mit dem ersten Schritt: Bereite deinem Gehirn und dir eine kleine Freude – du wirst sehen, es wirkt!

Headerbild © Rodion Kutsaev

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