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Lernen leicht gemacht

Interview

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Lernen soll Spaß machen. Das versuchen die beiden Gedächtnistrainer Ricardo Leppe und Manuel Rothwald von megamemory in ihren Vorträgen an Kinder, Eltern und Lehrer weiterzugeben. Was es braucht, um das Lernen zum Vergnügen zu machen, erklären sie in diesem Interview.

Fangen wir mal von Grund auf an: Wie funktioniert unser Gedächtnis?

Ricardo: Unser Gehirn vergisst grundsätzlich nichts, was wir jemals wahrgenommen, gelesen oder gelernt haben. Wir speichern alles, haben aber einen Filter, der diese Informationen kategorisiert und nach emotionaler Bedeutung bzw. Relevanz abspeichert. Dies kann man beim Gedächtnistraining nutzen. Wichtig ist hierbei aber auch, wie oft ich diese Information benutze. Jeder von uns hat sicherlich schon erlebt, dass wenn wir eine Sprache lernen, sie sehr präsent in unserem Gehirn ist. Üben wir die Sprache aber nicht regelmäßig und benutzen unseren Wortschatz nicht aktiv, so ist dieses Wissen sozusagen auf „Stand-by“ und wir verstehen zwar, was Leute sagen, können aber unsere eigenen Sprachkenntnisse nur schwer aktivieren.

Wie kann man Kinder zum Lernen motivieren und dafür sorgen, dass ihnen das Lernen leichter fällt?

Ricardo: Was machen Kinder gerne? Sie spielen gerne! Speziell Jungs können stundenlang vor dem Computer sitzen und merken sich dabei alles. Jeder, der einem Kind suggeriert, dass es „dumm“ ist, weil es sich beispielsweise Physikformeln nicht merken kann, wobei es sich aber sehr wohl hunderte Pokémon Figuren oder Tricks in Videospielen merken kann, hat keine Ahnung wovon er spricht. Denn man kann nicht in einem Bereich ein ausgezeichnetes Gedächtnis haben, aber in einem anderen nicht. Unsere Gedächtnisleistung wird maßgeblich davon beeinflusst, wie der Lernstoff aufgearbeitet wird. In der Volksschule gibt es bereits ein massives Problem: Die Kinder müssen sechs Stunden am Tag stillsitzen. In diesem Alter will man jedoch nur spielen, entdecken und Neues lernen. Mathematik im klassischen Sinn ist für die Kinder einfach nur langweilig. Mit unserer Methode des Fingerrechnens beispielsweise, wird es für die Kinder gleich spannender, weil sie dabei selbst aktiv werden und eine emotionale Bindung zu der Aktivität aufbauen.

„Zerstört nicht die angeborene Lernmotivation der Kinder. Eltern sollten das Interesse, die Neugier und den Wissensdurst der Kinder bewahren und aktiv fördern.“

Ein Junge steht vor den Stufen zum Erfolg

Was sind eure Lösungsansätze, um das Lernverhalten in der Schule zu optimieren?

Manuel: Es geht dabei maßgeblich darum, dass die Kinder Erfolge miterleben. Gib‘ den Kindern die Aussicht, etwas schaffen zu können. Lass‘ sie Erfolge erleben.  Sag‘ ihnen, dass sie intelligent sind. Wenn Kinder merken, dass sie etwas können, dass sie etwas schaffen und dass sie gut sind, dann macht es ihnen Spaß und sie haben viel mehr Motivation und Energie.

Wie reagieren die Schulen auf eure Ansätze?

Manuel: Das Interesse ist sehr groß und wir halten laufend kostenlose Vorträge an Schulen. Wir wollen das Schulsystem verändern und freuen uns, dass unsere Ansätze so gut ankommen. Denn jeder Mensch bzw. jeder Schüler will etwas lernen. Wir haben nur den Spaß am Lernen verloren – auch die Lehrer. Die Kinder wissen ja, dass weder die Eltern, noch die Lehrer gerne lernen, das spüren sie sofort. Eltern sollten hier ehrlich sein und dazu stehen, dass nicht jeder Lernstoff Spaß macht oder im Leben später notwendig ist. Sie sollten aber ihren Kindern gleichzeitig auch deutlich machen, dass dies vielleicht einfach nur ein Zwischenschritt für ein größeres Ziel ist. Kinder brauchen ein größeres Berufsziel, das sie motiviert diese Zeiten durchzustehen und dran zu bleiben.

„Kinder, die angeblich „dumm“, „unwillig“ oder ständig „laut“ sind, sind oft die Allerschlausten. Sie wollen lernen, sind in der Schule aber meist unterfordert und gelangweilt.“

Viele Eltern stehen vor der Herausforderung, dass sie ihren Kindern dennoch helfen müssen, den Lernstoff zu lernen. Was können diese Eltern tun?

Ricardo: Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Eltern den Kindern vermitteln, dass sie es können und schaffen werden. Wichtig ist aber auch, dass die Eltern es vorleben. Wir versuchen den Eltern selbst wieder Spaß am Lernen zu vermitteln. Sie können Lernen wieder aktiv in ihren Alltag integrieren, indem sie versuchen sich Zahlenreihen zu merken oder auch eine Fremdsprache zu lernen. Wenn das Kind sieht, dass ein Elternteil abends beispielsweise noch Italienisch oder Kroatisch für den jährlichen Urlaub lernt, werden sie selbst mitmachen wollen.

Wie verändert sich unser Gedächtnis im Alter?

Ricardo: Das Gehirn muss genauso trainiert werden, wie alles andere am Körper, um nicht schwächer zu werden. Man sieht oft bei Menschen, die aktiv im Berufsleben waren und Führungspositionen innehatten, dass sie in der Pension auf einmal nachlassen und ihr Gedächtnis schwächelt, weil sie sich von heute auf morgen viel zu wenig mit anspruchsvollen Themen beschäftigt haben. Das ist, als ob ein Marathonläufer plötzlich aufhört zu trainieren – da bauen die Muskeln ab. Unser Körper beginnt abzubauen, was nicht regelmäßig verwendet wird, um energieeffizient zu handeln. Hier hilft nur aktiv gegenzusteuern und sich endlich Zeit zu nehmen, um sich mit den Dingen zu beschäftigen, die einen wirklich interessieren.

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Wie habt ihr begonnen, euch mit dem Thema zu beschäftigen?

Ricardo: Aufgrund so mancher Reise meiner Eltern wurde ich einige Zeit privat unterrichtet. Allerdings mit einem deutlich geringeren Zeitaufwand. Später in der Schule habe ich mir sehr leicht getan und mich daher oft sehr gelangweilt. Nach der Matura stieg mein Wissensdurst noch mehr an und da ich kein Fan von langem Lernen bin, suchte ich nach Möglichkeiten und Techniken, um mir in kürzerer Zeit viel mehr merken zu können. Zusätzlich war es auch in meinem Job als Zauberer oft notwendig, sich viele Dinge in kurzer Zeit zu merken.
Nach langer Suche entdeckte ich den Schweizer Gedächtnisforscher Gregor Staub und seitdem ist das Lernen für mich neu definiert. Ich habe angefangen anderen Menschen davon zu erzählen und Workshops zu halten. Manuel lernte ich dann im Zuge eines Workshops kennen, den ich gehalten habe und bei dem er zu Gast war. Trotz anfänglicher Skepsis gehörte Manuel bald zum Team. Mittlerweile bin ich fast täglich in Schulen und entwickle mich auf diesem Sektor immer weiter, denn das Potential ist enorm groß.

Manuel: Als ich damals erfolgreich die 7-jährige HAK abgeschlossen hatte, war ich mir ziemlich sicher, nie wieder eine Schule von innen zu sehen. Wie kommt es nun dazu, dass ich fast täglich Zeit in Schulen verbringe? Nach meiner Matura fasste ich zuerst in der Versicherungsbranche Fuß, ein paar Jahre später suchte ich eine neue Herausforderung und sah diese in der Photovoltaikbranche. Ich gründete meine eigene Photovoltaik-Firma, die bis heute besteht. Ich hatte zwar viel Spaß bei meiner Arbeit, aber ich wusste immer, dass irgendetwas fehlte. Das besondere Etwas, das man nicht wirklich erklären konnte. An einem Abend im Dezember 2016 hat sich dann mein Leben schlagartig verändert: ich wurde zu einem Gedächtnisworkshop eingeladen. Ich konnte zu Beginn nicht viel damit anfangen und aufgrund meiner schulischen Vorgeschichte war ich auch nicht sonderlich begeistert davon, zu einem Workshop zu gehen, bei dem ich etwas lernen sollte. Dieser Vortrag hat mich aber so beeindruckt, dass ich die nächsten Tage und Wochen damit verbrachte, alles umzusetzen, was ich dort gehört habe.
Ich konnte auf einmal in kurzer Zeit Dinge, die ich davor noch nicht einmal für möglich gehalten habe. Spätestens da wusste ich, hier liegt meine Zukunft. Nach ca. einem Monat setzte ich mich mit dem Vortragenden in Verbindung um zu besprechen ob und wie ich mich da wohl einbringen könnte und der Rest ist Geschichte.

Gedächtnistrainer Manuel Rothwald und Ricardo Leppe von megamemory

Gedächtnistrainer Manuel Rothwald und Ricardo Leppe

Was ist megamemory?

Die Gedächtnistrainer von megamemory aus Wr. Neustadt lehren in Workshops Abläufe und konkrete Techniken, um sich Dinge leichter merken zu können. Die Profis versprechen: Ob es sich dabei um Mathematik, Sprachen oder das Gitarre spielen handelt, ist dem menschlichen Gehirn egal.

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