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Monte Rosa Gebiet

Bergtour

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Der große Traum, endlich einmal einen Berg der höher als 4000 Meter ist zu besteigen, ging für uns endlich in Erfüllung. Nach langer Planung und Organisation brachen wir am 22. August um 2 Uhr früh in das italienisch-schweizerische Monte Rosa Gebiet auf.

Tag 1

Im urigen Bergsteigerdorf Alagna stellten wir unser Auto am teuren allgemeinen Parkplatz neben der Hauptstraße ab und gingen los in Richtung Talstation der Liftanlage. 45 Euro leichter konnten wir mit der ersten Gondelbahn von 1200 m Seehöhe auf 2000 m Seehöhe aufsteigen. Zwei weitere Gondelfahrten später erreichten wir die Bergstation auf 3200m Seehöhe, von wo aus es nur noch zu Fuß weiterging. Bereits nach einem kurzen Marsch über leichtes, felsiges Gebiet erreichten wir die Gletscherzunge, welche stark vereist und daher nur mit Steigeisen überquerbar war. Eine weitere Stunde Gehzeit später erreichten wir unser erstes Ziel, die bewirtschaftete Berghütte Capanna Gnifetti auf 3647 m. Hier checkten wir ein, entleerten unsere Rucksäcke, stärkten uns mit einem Stück Kuchen und Kaffee und bereiteten uns auf den ersten Gipfelanstieg vor.

Es blieb uns leider nur wenig Zeit die Aussicht zu genießen, da die strahlende Sonne den Schnee stark aufweichte und die Wahrscheinlichkeit in eine Gletscherspalte zu fallen mit fortschreitender Tageszeit immer größer wurde. Bepackt mit Steigeisen, Helm, Seil, guter Kondition und kompletter Gletscherausrüstung machten wir uns also auf den Weg zum ersten Gipfel. Der Weg führte uns hinter die Hütte über einen stark begangenen Schneesteig Richtung Vincentpyramide. Schon ab diesem Zeitpunkt wurde uns klar, dass die Höhenluft unsere Ausdauer stark beeinflussen wird.

Nach ca. 2 Stunden Aufstieg erreichten wir schließlich unseren ersten Gipfel, welcher die 4000-Meter-Marke überstieg: Die Vincentpyramide (4215 m). Aufgrund des kräftigen und eiskalten Windes hielten wir uns nur kurz auf diesem Gipfel auf. Nach kurzer Rast ging es weiter Richtung Balmenhorn – unserem zweiten und letzten Gipfel für diesen Tag. Er gehört zu den wenigen Gipfeln in der Gegend, die mit einem Gipfelkreuz bzw. einer markanten Statue versehen sind. Die direkt unter der Statue gelegene Biwakhütte, die über sechs Schlafplätze verfügt, hat wohl schon so manchem in Not geratenem Bergsteiger Schutz gewährt. Nach 45 Minuten standen wir vor der Statue und genossen die Windstille und traumhafte Aussicht.

Nach längerer Rast und Stärkung ging es wieder über den teils spaltigen Gletscher hinunter zur Hütte, wo der restliche Tag auf der Sonnenterrasse im Liegestuhl verbracht wurde. Um 19 Uhr genossen wir dann das wohlverdiente, dreigängige Abendmenü und bald darauf einen traumhaften Sonnenuntergang auf 3647 m Seehöhe. Dann hieß es für uns auch schon ab ins Bett, um ausgeschlafen und fit in den nächsten Tag starten zu können.

Tag 2

Um 4 Uhr klingelte der Wecker. Nach einer kurzen, eiskalten Morgenhygiene begaben wir uns zum Frühstück, welches von Müsli bis Wurstbrot eine große Auswahl bot. Ausgiebig frühstücken ist auf jeden Fall Pflicht, da die Tour zur nächsten Übernachtungsmöglichkeit eine sehr anspruchsvolle und kräfteraubende ist. Als wir die Hütte – noch im Dunkeln – um ca. 5 Uhr verließen, sah man schon zahlreiche Bergsteiger mit Stirnlampen bewaffnet am Gletscher marschieren. Am gleichen Ausgangspunkt wie schon am Vortag machten wir uns, ebenfalls mit Stirnlampen, Steigeisen und mit einem 30 m Seil, auf den Weg zum höchstgelegenen Schutzhaus Europas – welches zugleich den dritten Gipfel unserer Tour darstellte: Die Capanna Margherita (4554 m).

Der Aufstieg auf diese Hütte war sehr langwierig, kräftezehrend und einfach nur anstrengend. 900 m Höhendifferenz klingen nicht viel, doch die dünne Luft in dieser Höhe, der extrem starke und kalte Wind sowie die Länge (10 km) erschwerten die Aufstiegstour erheblich. Leicht ausgepowert erreichten wir also nach ca. 4 Stunden die Hütte. Oben angekommen mussten wir zuerst einmal das unglaubliche Panorama bestaunen, denn bei diesem Wetter war die Fernsicht einfach gigantisch. Nachdem der Rucksack erneut ausgeleert war, hieß es dann auch schon, den vierten und fünften Gipfel dieser Tour in Anspruch zu nehmen. Von der Hütte ging es zuerst ca. 150 Höhenmeter abwärts und dann weiter einen steilen Grat entlang hinauf zur Zumsteinspitze (4563 m).

Hier trafen wir die Entscheidung, die Dufourspitze, den höchstgelegenen Berg der Schweiz, doch zu erklimmen. Die weitere Strecke führte uns einen schneereichen Grat hinunter zum Grenzsattel, welcher die Länder Italien und Schweiz voneinander trennt. Aufgrund der Schneelage und der Steilheit des Grates mussten wir uns zur eigenen Sicherheit mithilfe eines 15 m langen Seils abseilen. Nun ging es teilweise auf vereistem Fels hinauf Richtung Dufourspitze. Schroffe Felsen und vereiste Schneefelder mussten überwunden werden um auf den Gipfel zu gelangen. An manchen Stellen war es sogar nötig, sich mit dem Pickel abzusichern um einen festen Halt zu haben. Diese Variante über den Südostgrat ist daher nur für geübte und erfahrene Bergsteiger zu empfehlen. Nach 2 ½ Stunden standen wir am höchsten Punkt der Schweiz. Das atemberaubende Panorama ist kaum in Worte zu fassen und bietet einen guten Überblick über das enorme Ausmaß dieses Gletschergebietes. Die sensationelle Sicht auf den Mont Blanc, das Matterhorn und den Gran Paradiso ist den anstrengenden Aufstieg auf jedem Fall wert.

Nach ausgiebigem Bestaunen des Bergpanoramas ging es auf gleichem Wege über die Zumsteinspitze zurück zur Hütte, die wir nach weiteren 2 ½ Stunden erreichten. Komplett ausgepowert, durstig und hungrig freuten wir uns schon auf ein weiteres dreigängiges Menü – welches durch Zufall aus den gleichen Gerichten bestand, wie am Tag zuvor: Broccoli Suppe, Nudeln, Fleisch und Salat. Einzigartig war hingegen der darauffolgende Sonnenuntergang. Um 20:25 Uhr fing es an dämmrig zu werden und die Sonne verschwand ganz langsam genau hinter dem Matterhorn. Dieser Moment bleibt uns bestimmt ewig in Erinnerung, da wir so etwas in dieser Höhe noch nie erleben durften. Vor der Bettruhe genossen wir noch ein wenig die wolkenlose Nacht auf 4554m. Der Sternenhimmel leuchtete so hell wie noch nie und war buchstäblich zum Greifen nahe. Sogar die Milchstraße war deutlich zu erkennen. Das weit entfernte Schimmern der Großstadt unten im Tal und das helle Leuchten der Sterne bot uns ein Farbenspektakel der Superlative.

Dann hieß es ab ins Bett. Dass das einschlafen, trotz extrem müder und schwerer Füße und körperlicher Erschöpfung noch zum Problem werden würde, wussten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Im Zimmer herrschte sehr schlechte Luftqualität, die das Schlafen in dieser Höhe zusätzlich erschwerte. So waren wir die ganze Nacht über unruhig, wodurch sich unsere Körper nicht ausreichend regenerieren konnten – für die Besteigung weiterer Gipfel am nächsten Tag eine sehr schlechte Voraussetzung.

Monte Rosa Gebiet

Tag 3

Der letzte Tag unserer Tour startete um 5 Uhr und eine halbe Stunde später ging es zum Frühstück. Nachdem wir den schönen Sonnenaufgang genossen hatten, machten wir uns bei starkem Wind auf den Weg zur Parrotspitze. Nach einem 20-minütigen Abstieg bogen wir von der Aufstiegsspur ab und begaben uns Richtung Gipfel. Diese letzte Etappe erschien uns allen sehr mühsam und zehrte an unseren Kräften. Hier machte sich dann auch der Schlafmangel bemerkbar, der unsere Energie sehr schnell Verschwinden lies. Oben angekommen war uns nach kurzer Besprechung allen klar, dass dies der letzte Gipfel unserer Tour sein würde – wir beschlossen uns gemeinsam auf den Weg Richtung Bergstation zu machen und bestiegen nach einem 3 ½-stündigen Abstieg die Gondel ins Tal.

Details zur Tour:

  • Leichte und wenig ausgesetzte 4000er Gipfel (ausgenommen Dufourspitze)
  • Gut erkennbare, ausgetretene Wege
  • Capanna Margherita: markante ausgesetzte höchstgelegene Hütte Europas
  • Unvergessliches Panorama, traumhafte Sonnenuntergänge sowie Sonnenaufgänge
  • Ganztägige Verpflegung möglich, W-Lan kostenlos
  • Hütten sind auch im Winter als Skitour möglich
  • Mehrbettzimmer, keine Duschen und kein warmes Wasser vorhanden
  • Liftkosten € 45,- (€ 5,- Pfand)
  • Übernachtungskosten Hütten: Gnifetti € 60,- / Margherita € 90,-

Notwendige Ausrüstung:

Gletscherausrüstung, Steigeisen, Helm, Klettergurt, Bandschlingen, Reepschnüre, Expressen, HMS, Karabiner, Seil, warme Kleidung (Temperaturen bis -15 Grad), viel Flüssigkeit um Kopfweh oder Austrocknung zu vermeiden, Kopfwehtabletten, Sonnencreme/Kältecreme, Sonnenbrille

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