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Selbstmotivation im Ausdauersport

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Wenn sich Thomas Jaklitsch, Pure Athlet und Langstrecken-Radsportler, auf sein Rennrad setzt ist er nie allein. Fotos seiner Liebsten begleiten ihn stets und schenken ihm Motivation, maximale Leistungsfähigkeit und Trost in schwierigen Momenten.

Der Lenker eines modernen Rennrades ist mit einem sogenannten Vorbau mit dem Rahmen verbunden. Auf meinen Vorbauten und Lenkern sind seit jeher Bilder aufgeklebt. Es sind Bilder von meinen drei Kindern und von meiner Frau, die mich auf meinen persönlichen Fahrradreisen so zumindest vom Lenker aus liebevoll begleiten können. Ich erhielt dafür unterschiedlichste Resonanzen, wobei die meisten von lobender Zustimmung bis zu bewundernden Kommentaren reichten.

Ein italienischer Komponentenhersteller hatte anscheinend ähnliche Gedanken wie ich und positionierte ebenfalls auf seinen Vorbauten die Abbildungen netter Menschen. Primär spärlich bekleideter Pinups im Style der 1960er Jahre. Der Erstversuch damit wurde bei Sprinterkönig Mario Cipollini gestartet. Die Erfolge des Radweltmeister von 2002 gaben dem Hersteller mit dieser Idee recht. Ihm zufolge soll dieser Vorbau – vermutlich eher den männlichen Besitzern – dem Rad mehr Individualität verleihen und aber auch Motivation und Trost in schwierigen Momenten schenken.

Thomas Jaklitsch motiviert sich mit dem Bild seiner Familie am Vorbau seines Rennrades.

Die Kraft der Familie

Für mich haben die Gesichter meiner Lieben eine mehrfache Wirkung: Ich genieße es, wenn ich meine Gedanken, während des Trainings oder auch im Wettkampf schweifen lassen, die Natur erleben und mich in diesen ruhigen Momenten an den Fotos meiner Familie erfreuen kann. Ich fühle dann diese immense Verbundenheit. Nachdem ich die härtesten Momente selten im Training und doch öfters im Wettkampf verspürt habe, werden diese Bilder für mich vor allem im Wettkampf wesentlich.

Nicht nur, dass ich mich dann an die unterschiedlichen Charaktereigenschaften meiner Lieben erinnere, sondern auch an die großartigen Fähigkeiten meiner Kinder. Diese sehr unterschiedlichen Begabungen inspieren mich besonders dann, wenn ich selbst unter Leistungsdruck stehe: Von einem Kind die Ausdauer und Zielorientierung, vom anderen der Humor, die Herzlichkeit sowie das Talent, mit schwierigen Momenten umzugehen, und vom dritten Kind die Lockerheit und Leichtigkeit, mit der es im Leben unterwegs ist. Ich stelle mir dann oft vor, wie wohl ich mich fühlen würde, wenn ich genau diese Fähigkeiten jetzt in dem Moment voll und ganz zur Verfügung hätte. Ich borge mir im wahrsten Sinne des Wortes ihre Begabungen und Energie aus, indem ich den Menschen auf den Fotos entgegen lächle und dankbar bin, genau das zu tun, was ich gerne tue. Nämlich Radfahren.

"Ich erlaube mir auch den Gedanken, wie würde dieses oder jenes meiner Kinder in meiner Situation handeln?"

Thomas Jaklitsch

Ein Lächeln für maximale Leistungsfähigkeit

Der zweite Hintergrund der Bilder ist ein Wirkfaktor der aus dem Modell der Kinesiologie bekannt ist. Aus dem kinesiologischen Muskeltest wissen wir, dass die tatsächliche Muskelkraft sinken kann, wenn du auf ein trauriges Gesicht oder sogar einen traurigen Smiley blickst. Das bedeutet zum Glück auch den umgekehrten Effekt, dass deine maximale Leistungsfähigkeit steigen kann, wenn du lächelst oder ein lächelndes Gesicht vor Augen hast. Mag es nun an den Spiegelneuronen des Gehirns liegen oder an der Tatsache, dass der Anblick von Gesichtern mit verschiedenen Emotionen, völlig unterschiedliche Gehirnregionen aktiviert. Betrachten wir ein Lächeln, aktiviert unser Gehirn die damit verbundene Emotion. Da dies sogar mit virtuellen Gesichtern funktioniert, könntest du also mit gutem Gewissen auch eines der obengenannten lächelnden Pin ups auf deinen Lenker kleben. Oder vielleicht doch lieber Bilder deiner Lieben.

Die Wirkung von Augenpaaren

Nicht nur im Langstrecken Radsport profitieren wir von Momenten, die angenehm sind und Wohlbefinden in uns auslösen. Das wussten schon Generationen vor uns, die den oder die Liebste im Bidlerrahmen am Büroschreibtisch platziert hatten. Gerade dieser Effekt, dieser liebevolle (oder auch strenge) Blick, hat eine weitere nützliche Wirkung auf uns. In meiner Schulzeit war es noch üblich, dass der Bundespräsident über uns wachte, zumindest per Foto an der Wand. In vielen Ländern und gerade in autoritären Staaten sind die Konterfeis der Herrscher für die Bevölkerung ständig gut sichtbar im Land verteilt. Der Effekt: Das Gefühl der Kontrolle von außen und die verstärkte Orientierung an persönlichen Werthaltungen.

Das Spannende dabei: Wir müssen diese Augenpaare nicht einmal bewusst wahrnehmen. Die psychologische Fakultät von Newcastle hängte über einen Zeitraum von 10 Wochen Bilder unterschiedlicher Blumen über der Kaffeekasse auf. An manchen Tagen kamen zusätzlich Bilder von menschlichen Augenpaaren hinzu. Das Ergebnis: Im Durchschnitt kam an "Augentagen" 300 Prozent mehr Geld in die Kasse, als an "Blumentagen". Dieses Phänomen, mit Blicken an menschliche Werte wie z.B. Ehrlichkeit, Disziplin, Durchhaltevermögen zu appellieren, wird auch gerne für Radparkstationen verwendet. In einer Studie senkten die – meist überdimensionalen – Augenpaare die Diebstahlquote um knapp 60 Prozent! Ein strenges Paar Augen an der Wand sind also vielleicht sogar wirksamer als Fahrradschlösser.

Fazit

Lassen Sie sich doch auch mal Testweise von Augenpaaren kontrollieren. Wenn es noch dazu Augen in einem lächelnden Gesicht sein dürfen, kann es auch ihr Wohlbefinden erhöhen. Also Foto auswählen, auf das Rad kleben oder auf den Schreibtisch stellen und wahrnehmen, was es für eine Wirkung auf uns hat.

Leykam Verlag: Thomas Jaklitsch, Hilf mir, meinen LEBENSTRAUM zu erfüllen!

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