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Junioren-Ski-WM in Aare

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Pure Athletin und Ski-Nachwuchshoffnung Chiara Mair tritt für Österreich bei der Junioren-Ski-WM in Schweden an. Ihre Eindrücke und Highlights aus Aare könnt ihr am Blog Tag für Tag nachlesen.

Tag 1

Endlich war es soweit, der Tag der großen Abreise. Nachdem unsere Ski, Wachskisten und anderes diverses Gepäck schon Tage vorher mit unseren Trainern und Serviceleuten per Auto nach Schweden reiste, durften auch wir endlich in Richtung hohen Norden abheben. Mit immer noch viel Gepäck (Reisetasche, Skirucksack, Skisack, Handgepäck, Schischuhe) starteten wir unsere Reise am Donnerstagmorgen um 8:00 am Flughafen in München und kamen nach zwei Zwischenlandungen und einer zwei stündigen Autofahrt um 17:00 endlich in Aare, Schweden, an. Sichtlich geschlaucht und müde von der halbtägigen Reise ließen wir es uns aber nicht nehmen unsere Teamkolleginnen, welche alle drei Medaillen im Super-G heute gewannen, bei der Siegerehrung zu bejubeln. Nach dem Abendessen, dem Beziehen der Appartements und den ersten wunderschönen Eindrücken von Aare fielen wir nur noch ins Bett.

Tag 2

Der erste Tag in Aare ist angebrochen. Heute stand das erste von zwei Trainings am Programm. Zusammen mit den Jungs haben wir auf einem kleinen Nebenhang Slalom trainiert. Mit Jungs gemeinsam zu trainieren ist manchmal von großem Vorteil, da diese doch viel bedingungsloser und aggressiver im Lauf fahren und da kann man sich so einiges abschauen. Danach ging es zum Mittagessen und anschließend feuerten wir unsere Teamkolleginnen noch beim Kombinationsslalom an, wo sie zwei Medaillen holten. Am Nachmittag erkundeten wir noch zu Fuß Aare, mit seinen kleinen Häuschen und netten, aber teuren Geschäften. Dann noch schnell duschen, Abendessen und ein kurzes Kartenspiel mit den Teamkollegen bevor es ins Bett ging.

Tag 3

Tag drei und somit der zweite Trainingstag. Wir fuhren mit dem Auto in das 8 km entfernte Duveds, da dort die Trainingsbedingungen einfach besser waren. Nach fünf Riesentorlauffahrten war das Training für mich auch schon wieder beendet, da morgen ja das Riesentorlaufrennen auf dem Programm steht und ich mich nur ein bisschen einfahren wollte. Nach dem Mittagessen feuerten wir wieder unsere Teamkollegen beim Kombinationsslalom an, dieses mal waren die Jungs an der Reihe. So und jetzt war es genug mit dem Daumen drücken für die anderen, morgen sind endlich wir an der Reihe. Deshalb trainierte ich am Nachmittag noch, um auf das morgige Rennen bestmöglichst vorbereitet zu sein. Am Programm stand ausradeln, Rumpf- und Oberkörpertraining, um die nötige Spannung aufzubauen. Ein bisschen nervös und gespannt, aber voller Vorfreude fiel ich am Abend ins Bett.

Tag 4 

Endlich war der Tag des ersten Rennens, dem Riesentorlauf, gekommen. Das Wetter war ganz und gar nicht weltmeisterschaftswürdig - grau in grau, Plusgrade und Nieselregen. Leider verlief auch mein erster Durchgang nicht gut und ich belegte nur Zwischenrang 10. Nach tollen Trainingsleistungen ging ich mit eher negativen, traurigen und auch ein bisschen enttäuschten Gefühlen, in die Pause. Nach einem Energy-Riegel und kurzem Nachdenken konnte ich mich wieder aufraffen, selbst motivieren und glaubte mit 99-prozentiger Entschlossenheit an die 1-prozentige Chance, die mir noch auf eine Medaille blieb. Nach hartem Kampf, durch den, vom Regen aufgeweichten Lauf, kam ich als Führende ins Ziel. Ich zitterte noch bis zum Ende des Rennens und konnte schließlich die Bronze Medaille für mich holen. Überglücklich und den Tränen nahe ging es noch zur Flower Ceremony - nach einer durchwachsenen Saison. Fazit des Tages: Höhen und Tiefen liegen sehr nahe beieinander. Aber wenn man nie den Glauben verliert, dann wird man am Ende des Tages lachen. 

Tag 5

Der letzte und somit fünfte Tag der Junioren Weltmeisterschaft begann nicht allzu aufregend. Weil die Jungs heute Vormittag ihr Riesentorlaufrennen hatten, war unser Slalomstart (erster Durchgang) erst um 16:30 bzw. um 19:00 der Start des zweiten Durchgangs. Somit war der Vormittag nicht allzu spannend: Ein bisschen länger schlafen, gemütlich frühstücken und noch eine Episode von meiner Lieblingsserie schauen bevor es um ca. 14:00 auf die Piste zum Einfahren und zur Besichtigung ging.

Vor dem ersten Durchgang, wurde der Kurs besichtigt.

Heute war mein großer Tag gekommen, meine Spezialdisziplin Slalom. Nachdem ich nach dem ersten Durchgang als Führende in die Entscheidung ging, konnte ich - gerade weil ich einen Sieg so sehr wollte - die Nerven nicht ganz behalten und wurde schlussendlich nur gute Dritte. Und ich war froh auch bei meinem zweiten Weltmeisterschaftsantritt die zweite Medaille (Bronze) geholt zu haben. Anschließend ging es noch, sehr überraschend, zu meiner ersten Dopingkontrolle und dann gleich weiter zur Siegerehrung.


Überglücklich und ein bisschen mitgenommen von den letzten zwei nervenaufreibenden Tagen ging ich, mit meinen zwei Bronzemedaillen in der Hand, schlafen. Da ich so hin und weg von meinen doch konstanten Leistungen war, habe ich in der Nacht sogar nachgeschaut, ob meine Medaillen noch da sind und ob sie wirklich echt sind. Somit ging meine erste und leider auch letzte Junioren WM mit 2 Medaillen aus zwei Bewerben aus, was mich glücklich macht. Doch noch glücklicher aber macht es mich zu wissen, dass noch Luft nach oben ist.

Fotos © Chiara Mair, Vorschaubild © Daniel Rebernegg

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